Samstag, 5. April 2014

"Sentiero Basso" im Bleniotal (TI): Biasca - Acquarossa

Heute Samstag war ich zusammen mit Valérie und Kurt im Tessiner Bleniotal (Valle di Blenio) unterwegs. Wir sind zwischen Biasca und Acquarossa-Comprovasco über den unteren Abschnitt des "Sentiero Basso"  talaufwärts gewandert. Der ganze "Sentiero Basso" verläuft zwischen Olivone und Biasca, hat eine Länge von rund 23 km und erfordert 6-7 Std. Gehzeit. 

ROUTE:
Biasca FFS (293m) -
Loderio / Ponte (353m) - Semione (388m) -
Serravalle (400m) - Ganna (440m) -
Ludiano (462m)  - Ludiano / Grotti (505m) -
Sentida (448m) -
San Remigio (485m) - Boscero (480m) - 
Acquarossa / Terme (530m) -
Acquarossa-Comprovasco (528m)

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
 


Wanderroute zwischen Biasca und Acquarossa-Comprovasco im Valle di Blenio.
Streckenlänge ca. 16 km; 350 m aufwärts, 150 m abwärts.
Gegen 10:45 Uhr beginnen wir die Wanderung über den "Sentiero Basso" in Biasca. 
Um 15 Uhr werden wir in Acquarossa ankommen 
und mit dem Bus nach Biasca zurückfahren. 
Wer das erste Wegstück (auf Hartbelag durch Biasca hindurch) weglassen oder die Route talabwärts begehen will, kann den Bus Richtung Olivone benützen, der jeweils kurz nach der vollen Stunde abfährt. Die Gehrichtung talabwärts ist vor allem zu empfehlen, wenn der Nordwind stark bläst. Auch heute haben wir zeitweise recht kräftigen Gegenwind im Gesicht, allerdings ist er angenehm aufgewärmt.

Unmittelbar hinter den Geleiseanlagen des Bahnhofs Biasca 
beeindruckt der zweistrahlig sich kreuzende Wasserfall 
"Cascata di Santa Petronilla". 
Ein Kreuzweg führt von Biasca hinauf zur Brücke 
und zur Kapelle Santa Petronilla.
Wir durchqueren Biasca auf der schmalen Via Lucomagno, 
der Strasse hinüber zum Brenno, dem Flusslauf des Bleniotals.

Im Gegensatz zur trüben Alpennordseite, wo wir herkommen,
treffen wir hier im Tessin auf mildes und sonniges Frühlingswetter.

Vorne im kurzen Tunnel unterqueren wir den Crenone, 
einen Bergbach, fliessend aus dem rechtsliegenden Bergsturzkegel,
dem "Büza di Biasca" / Buzza di Biasca.

Wir gehen entlang einem riesigen künstlichen Hügel, der "Depositio di materiale NFTA", 
aufgeschüttet mit Ausbruchmaterial aus dem neuen NEAT-Gotthardtunnel.
Vor der Brenno-Brücke bei Loderio besteht die Wahlmöglichkeit: 
- Sentiero basso via Malvaglia
- Sentiero basso via Semione
Wir nehmen die westliche Route via Semione 
(d.h. nach links über die Brücke und anschliessend entlang dem rechten Flussufer).

Blick von der Brücke bei Loderio auf den Brenno
Der Brenno entspringt im Gebiet des Greinapasses, 
durchfliesst das Bleniotal und mündet bei Biasca in den Tessin.

Im rechtsufrigen Auengebiet des Brenno, unterhalb von Loderio.

Der ungezähmte Flusslauf des Brenno. 
Sein Wasserabfluss wird allerdings durch die Blenio-Kraftwerke
(u.a. mit der Luzzone-Staumauer) reguliert.



Blick zurück, talabwärts.



Über schön abgezäunte Wiesenwege .....

..... erreichen wir Semione.

Im Herbst hängen hier vermutlich die Trauben in verführerischer Reichweite.

Palazzi in Semione.




Kurz oberhalb von Semione betreten wir die umfangreichen Gemäuer .....
...... der Burg-Ruine "Castello di Serravalle".
Übersichtsplan
Bildquelle: Wikipedia

Kurt in der "Gedeckten Halle". 
Seine Zweifel an der Wasserdichtigkeit der Hallendecke sind verständlich.




Vergeblich versucht Valérie, Kurt zur Besteigung des Wehrturms zu überreden.

Erst kurz vor dem Verhungern finden wir für die Mittagsrast den Speisesaal der Burg.

Die "Rovine del Castello di Serravalle Semione" ist Station 7 des "Sentiero storico 1", 
einer historischen Rundweg-Route zwischen Semione und Acquarossa.
Info-Broschüre: http://www.blenio.com/Data/SENTIERO_STORICO_1-2.pdf

Zwischen Serravalle und Ludiano.

Blick talabwärts über die Brenno-Ebene. 
Die Nord-Süd-Ausrichtung bringt viel Sonne ins Tal.










Chiesa San Pietro zwischen Sentida und Motto. 
(Station 7 des "Sentiero storico 1")

Beim Wegpunkt "Sentida, 448m" besteht die Möglichkeit, die Talseite zu wechseln. 
Wir bleiben auf der westlichen, d.h. rechtsufrigen Flussseite.

Die Tessiner Pflanzenwelt hat allen Generationen etwas anzubieten.
Entlang dem steil abfallenden Westufer ....

...... des Brenno.




Seitlicher Zufluss aus der Ostflanke des Matro 
auf der Bergkette zwischen der Leventina und dem Bleniotal.

Chiesa di San Remigio
(Station 12 des "Sentiero storico 1")

Bei Boscero .....

....... wechseln wir Tal- und Flussseite über diesen neuen Holzsteg,
welcher neben der Strassenbrücke erstellt worden ist.


Die Schlussetappe nach Acquarossa führt über ein einmalig schönes Wegstück: 
Die "Strada vecchio", die alte Fahrstrasse zwischen Acquarossa und Dongio. 
(Infolge von Steinschlag oder bei Lawinengefahr 
kann dieser Weg allerdings zeitweise gesperrt sein.)




Über dem steil abfallenden Ostufer des Brenno 
schlängelt sich der alte Fahrweg der Felswand entlang nach Acquarossa.

Die Magnolien sind in voller Blüte.



Der markante Sosto (2224 m.ü.M.), das "Matterhorn des Bleniotals", 
ragt hinter Olivone in den Himmel. 
Rechts dahinter liegt der Luzzone-Stausee 
und anschliessend folgt das Gebiet der Greina.

Im Südwesten zeigt sich kurz der antennenbestückte Gipfel des Matro (2176 m.ü.M.).

In Acquarossa. 
Nach links führt die Brücke über den Brenno hinüber nach Comprovasco.

Die Ortsbezeichnung "Acquarossa / Terme" 
erinnert an das seit 1971 geschlossene Thermalbad: 
Die "Thermen von Acquarossa".
Für die Fortsetzung der "Sentiero basso"-Wanderung bis Olivone
wären nochmals 3-4 Std. Gehzeit aufzuwenden.

Brenno, der Fluss 
und Sosto, der Berg 
prägen das Bleniotal.
Ankunft in Comprovasco, das auf der westlichen Flusseite liegt. 
Bis der Bus von Olivone her ankommt, kehren wir noch ein .....


........ und fahren anschliessend nach Biasca zurück.

In Biasca bietet sich Gelegenheit, 
nochmals den doppelstrahligen Wasserfall ......
...... sowie die Glacé-Bekleidung (Modell 2014) zu bewundern.

Herzlichen Dank
an Valérie und Kurt für die Begleitung.
Beat
Weitere INFOS:
- Tagi-Outdoor-Blog von Thomas Widmer (11.10.13): Grosses Tessin

Kommentare:

  1. Eine Tour, die sich im Herbst lohnend nachwandern lässt. Schöne Tessinerstimmung durch diesen urwüchsigen Teil des Tessins. Danke Beat für den Bericht und die schönen Bilder an denen sich auch die Daheimgebliebenen erfreuen können. LGr Sylvia

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  2. Vielen Dank Beat für diesen Blog und die tollen Fotos. Diese Wangerung muss ich auch mal machen. LG und bis zum nächsten Mal. Martha

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  3. Diese Wanderungen mit den tollen Fotos und deren Beschreibungen sind immer sehr interessant zu lesen, besten Dank. Die Wanderung muss ich demnächst mit meiner Frau auch ins Auge fassen - mal schauen ob der Nuggi noch dort hängt. Was ich auch sehr schätze sind deine Fotos mit den Wegweisern mit den Zeiten drauf.
    Gruss Jürg

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  4. ....und der Humor blieb auch nicht auf der Strecke ;-) , Mitwanderer kurt

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