Mittwoch, 9. Oktober 2013

Nochmals nach Zermatt: Heute über Gornergrat und Hohtälligrat

Nachdem auch für heute Mittwoch eine Nebelobergrenze von über 2000 Meter angesagt worden ist, habe ich die geplante Gastlosen-Wanderung erneut abgesagt und bin nochmals nach Zermatt gefahren. Um deutlich über das Hochnebelmeer zu gelangen, bin ich von Zermatt zum Gornergrat auf über 3000 Meter hochgefahren. Über Gornergrat und Hohtälligrat wanderte ich anschliessend zum 3275 Meter hohen Hohtälli-Gipfel, wo ich wieder umkehrte und dann bis knapp über den Gornergletscher abgestiegen und ihm rund 2 km entlang gelaufen bin. Ab Riffelberg habe ich die Gornergratbahn für die Rückfahrt nach Zermatt benutzt.
ROUTE:
Gornergrat (3090m) -
GratWegPunkt 3095m -
Hohtälligrat - Hohtälli (3273m) - 
Rückkehr zum GratWegPunkt 3095m -
Abstieg zum Wegpunkt 2695m am Gornergletscher -
Hangweg entlang Usser Gornerli -
Riffelsee (2757m) - Riffelberg (2582m)  

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
 


Route auf swisstopo mit map.schweizmobil.ch
<-> -> -> Berg- und Talfahrt mit der Gornergratbahn 
Im Oktober und November
 kostet die Retourfahrt Zermatt - Gornergrat 
im RailAway-Angebot mit GA/TK Fr. 29.40.- (sonst Fr. 41.-).

Streckenlänge ca. 10 km, 400 m aufwärts, 900 m abwärts
Erst oberhalb von Zermatt, während der Bergfahrt mit der Gornergratbahn, 
lichtet sich die Nebeldecke und gibt den Blick aufs Matterhorn frei. 
Im Gegensatz zum vergangenen Donnerstag 
wird der Matterhorn-Gipfel heute aber häufig wolkenverdeckt sein.

Kurz nach 10 Uhr komme ich auf dem Gornergrat an. 
Über der Bahnstation steht das Observatorium mit Kulmhotel und Restaurant. 
Hinter dem Gebäude befindet sich noch eine etwas höher gelegene Aussichtsplattform.

Der Gornergrat ist, neben dem Jungfraujoch, 
eine vielbesuchte hochalpine Tourismusattraktion in der Schweiz.

Gegen 10:15 Uhr beginne ich die Gratwanderung hinüber zum Hohtälli-Gipfel, 
wo ich um 11:30 ankommen werde. 
Beenden werde ich die Wanderung um 14:15 
bei der Gornergratbahn-Haltestelle Riffelberg.

Die Aussichtsterrasse neben der Bergstation der Gornergratbahn.

Such-Blick hinüber zur neuen Monte-Rosa-Hütte SAC, ....

..... die im Sonnenlicht wie ein Bergkristall leuchtet und glitzert.
Video über den spektakulären Bau der Neuen Monte-Rosa-Hütte SAC:
http://www.neuemonterosahuette.ch/film1.php

Lichtspiele zwischen "Ewigem Schnee" und Gletschereis.

Auf der oberen Aussichtsplattform.


Blick Richtung Nordosten auf Dom und Täschhorn, 
4500er-Gipfel der Mischabel-Gruppe zwischen Matter- und Saasertal.

Das Monte-Rosa-Massiv im Südosten, .....

.... rechts die Dufourspitze mit 4634 Metern der höchste Gipfel der Schweiz.
(Der weiter oben abgebildete Dom ist mit 4545 Metern der höchste Berg, 
der vollständig in der Schweiz liegt.)

Gornergrat und Hohtälligrat denen ich nun bis zum Hohtälli-Gipfel (links oben) folgen werde. Die Gratwanderung liesse sich bis zum Stockhorn (rechts oben) fortsetzen.
Unten auf der Wegspur, die zwischen Gornergrat und Gornergletscher verläuft, sind Berggänger zu erkennen, die vermutlich zur Monte-Rosa-Hütte unterwegs sind. 
Ich werde nach der Rückkehr vom Hohtälli ebenfalls auf diesen Weg absteigen.


Die Oberfläche des Gornergletschers ist eine Welt für sich.


Zu dieser Abzweigung beim Wegpunkt 3095m 
werde ich später vom Hohtälli her (hinten im Bild) zurückkehren 
und anschliessend "blau-weiss" nach rechts Richtung "Monte Rosa Hütte" 
zum Wegpunkt 2695m absteigen.

Rückblick auf den bisher zurückgelegten Gornergratweg.

Die Umgebung animiert ......

..... zum kreativen Steine-Sortieren.


Der Weg führt nun durch einige Schattenstellen ......

...... mit etwas Restschnee und Vereisungen auf dem Fels, 
was auf einer Höhenlage von über 3000 Metern keine Überraschung ist. 
Die Lufttemperatur ist aber angenehm mild, sicher im positiven Bereich.

Auf dem Weg zwischen Gornergrat und Hochtälli 
bin ich nur etwa einer Handvoll Personen begegnet.




In der oberen Bildhälfte 
ist die neue Monte-Rosa-Hütte zu erkennen. 
Um zu ihr zu gelangen, gehören Steigeisen zur Ausrüstung, 
da der Gornergletscher überquert werden muss. 
Tagi-Artikel: Gefährlicher Andrang auf Monte-Rosa-Hütte
Gletschereis im Fluss.

Hohtälligrat und Gornergrat im Rückblick, 
rechts hinten die beiden glänzenden Kuppeln des Observatoriums.

Ankunft auf dem Hohtälli. 
Die beiden Luftseilbahnen, 
links Gant - Hohtälli und rechts Hohtälli - Rote Nase 
sind nur während der Wintersaison in Betrieb. 
Die Seilbahn-Kabinen sind zwar auch heute zeitweise unterwegs,
vermutlich aber für Revisionsarbeiten an den Anlagen.

Blick vom Hohtälli zurück zum Gornergrat. 
In Bildmitte die Gornergrat-Bergstation, 
rechts unten der kleine Gornergratsee 
und darüber das nun zunehmend eingewölkte Matterhorn.

Hohtälli 3273 m, 
der höchste Wegpunkt und meine Umkehrstelle auf der heutigen Wanderung.
Der weitere Gratweg bis zum Stockhorn ist blau-weiss beschildert.


Links oben das Stockhorn und rechts Rote Nase.
Vom Stockhorn können erfahrene Berggänger mit alpiner Ausrüstung (Seil, Steigeisen) 
über den Stockhornpass und den Gornergletscher zurück zum Rotenboden 
an der Gornergratbahn gelangen. 
Eine insgesamt 7-stündige T4-Rundwanderung, 
beschrieben z.B. im Gratwanderbuch aus dem AT-Verlag. 
Zoomblick zum Berggasthaus Fluhalp und .....

..... zum Stellisee, 
bei denen ich am vergangenen Donnerstag vorbeigekommen bin.


Die Luftseilbahn zwischen Hohtälli und Rote Nase, 
darunter der Gornergletscher und darüber das Monte-Rosa-Massiv.

Ich kehre um .....

.... und gehe auf dem Hohtälligrat wieder zurück ....
.... bis zum Wegpunkt 3095m 
mit der Abzweigung zur Monte-Rosa-Hütte.

Der "blau-weiss"-markierte 400-Meter-Abstieg
(inkl. kurze Kraxelstelle) 
am besonnten Südhang
ist steil aber problemlos zu bewältigen.
Der Blick über diese Gletscherlandschaft ist kaum in Worte zu fassen.
Gornergletscher (von links) und Grenzgletscher fliessen rechts unten zusammen. 
Und zwischen den beiden Gletscherzungen 
erhebt sich das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze.

Grenz- und Gornergletscher nach ihrem Zusammenfluss.

Am Zusammenfluss von Grenz- und Gornergletscher bildet sich im Frühling der Gornersee, ein Schmelzwassersee, der durch das Gletschereis gestaut wird. In der Zeit zwischen Juni und September kommt es innerhalb von wenigen Tagen zur Entleerung des Sees. Diese Entleerung verursacht Hochwasserspitzen im Gletscherbach Gornera von bis zu 150 Kubikmetern pro Sekunde, weitere Begleiterscheinungen sind eine erhöhte Fliessgeschwindigkeit des Gletschers und eine Hebung des Gletschers von bis zu einem halben Meter.
Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gornergletscher





Badesee für die zahlreichen "Ausbrecher" des Gornergletschers.

Ein Heli schwebt längere Zeit mitten über dem Gornergletscher 
ohne dass ich erkennen kann, was dort genau abläuft.
Ich vermute eine Suche nach Ein- oder Ausbrechern.

Bis zum Gletscherrand wäre es nur noch ein Katzensprung.

Beim Wegpunkt 2695m erreiche ich den langgezogenen Weg, 
der vom Rotenboden her zur Monte-Rosa-Hütte führt. 
In Gegenrichtung folge ich diesem leicht ansteigenden Pfad nun nach Westen 
in Richtung zum Riffelhorn / Riffelsee.




Blick auf den zurückliegenden schönen Hangweg, 
der in seiner Fortsetzung zur Monte-Rosa-Hütte 
den Gornergletscher (rechts hinten) überquert.




Und plötzlich .....

.... steckt man in den Wolken.

Hochblick zum Gornergrat, 
kurz bevor auch er im Wolkennebel verschwindet.

Unmittelbar vor dem Riffelhorn (links vorne) 
führt der Weg nun nach rechts hinüber zum Riffelsee.

Auch auf diesem Weg begegne ich nur wenigen Personen.

In diesem Pool ist es sogar den Eisbrocken zu kalt für ein Bad.

Der Grenzgletscher 
beim Zusammenfluss mit dem Gornergletscher.
Gletscherlandschaft im Südwesten (Theodulgletscher).

Riffelhorn

Klein Matterhorn



Der Riffelsee, ohne Matterhorn-Spiegelbild. 
Der Toblerone-Berg ist inzwischen hinter dichten Wolken verborgen.

Die Wolkenberge nehmen auch das Klein Matterhorn in Beschlag.

Ein letzter Blick zum Monte Rosa.

Das Gebiet um den Riffelsee ist dicht "bevölkert", denn ......

..... wenig oberhalb des Sees liegt die Haltestelle Rotenboden der Gornergratbahn.

Kleiner Nachbarsee hinter dem Riffelsee; .....
..... dort entschliesse ich mich, 
die Wanderung bis zur Haltestelle Riffelberg fortzusetzen 
und dort abzuschliessen.



Blick zurück zum Riffelhorn.

Riffelberg, rechts aussen die Haltestelle der Gornergratbahn.

Die Kapelle Riffelberg
kurz nachdem sich der Nebel wieder etwas gelichtet hat.

Riffelberg 2582 m

Haltestelle Riffelberg

Rückfahrt von Riffelberg nach Zermatt. 
Die Gornergratbahn ist dicht besetzt, 
ebenso die Matterhorn-Gotthard-Bahn zwischen Zermatt und Visp 
und auch die SBB ab Visp. 
Viele Zugsreisende müssen sich mit Stehplätzen zufrieden geben.
Das halbwegs nebelfreie Wallis war heute wohl der "grosse Renner".

Kommentare:

  1. Einfach traumhafte Bilder... Danke Beat. Mit Gruss, Martha

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  2. Super Bilder. Gibt einen guten Eindruck vom Gornergrat im Oktober, genau was ich brauche!

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