Donnerstag, 3. Juli 2014

Kammwanderung Hagleren (OW / LU)

Heute Donnerstag waren wir im Grenzgebiet zwischen dem Entlebuch im Kanton Luzern und dem Kanton Obwalden unterwegs. Von Glaubenbielen, dem Glaubenbühlpass zwischen Sörenberg und Giswil, sind wir zum Nünalpstock und zum Höhenzug des Hagleren aufgestiegen. Wir haben das Hochmoorgebiet hinüber zum Bleikenchopf durchquert, sind in die Schlucht des Rotbachs abgestiegen und schliesslich in Hüttlenen bei Flühli angekommen. 

ROUTE:
Postauto-Haltestelle "Glaubenbielen, Parkplatz" auf der Passhöhe
Glaubenbüelen (1565m) -
Scheidbach (1590m) - Heimegg (1741m) - 
Nünalpstock (1901m) - Teufimattsattel (1800m) -
Hagleren (1949m) - Bleikenchopf (1681m) -
Alp Rohr (1524m) - Gitziloch (1256m) - Sattelschlucht (1290m) -
Holzhack (1247m) - Chessimättili (1050m) - Chragen (980m) -
Postauto-Haltestelle "Flühli / Hüttlenen" (915m)

Mit dabei:
Martha, Kurt M., Angela, Heidi, Gabi, Klaus, Werner

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
Hagleren
 
Im Hochmoor zwischen Hagleren und Bleikenchopf.

Route zwischen Glaubenbühlpass / Glaubenbielen und Flühli.
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)
Streckenlänge ca. 16 km; 600 m aufwärts, 1250 m abwärts.
"Glaubenbüelen, 1565m"
Um 10:30 Uhr starten wir die Wanderung auf dem Glaubenbühlpass 
in Richtung Ribihütte. 
Wir sind mit dem Postauto von Schüpfheim her hier angekommen. 
Den Hagleren-Gipfel werden wir kurz nach 13 Uhr 
und Flühli um 17 Uhr erreichen.

Blick zur Pilatus-Kette.

Rund 30 Minuten später werden wir drüben bei der Alpwirtschaft Glaubenbielen ankommen und dort einkehren. Dahinter der Rotspitz, welchen wir anschliessend rund 100 Höhenmeter unterhalb seines Gipfels passieren werden.



Stanserhorn und Buochserhorn

Das Ribiseeli bei der Ribihütte (Rübihütte).

Brienzer-Rothorn-Kette

Brienzer-Rothorn-Gipfel, 
rechts die Bergstation der Luftseilbahn Sörenberg / Schönenboden - Rothorn.

Hochspannung liegt in der Luft.
Einkehr bei der Alpwirtschaft Glaubenbielen mit Blick auf die Rothorn-Kette.



Aufstieg Richtung Rotspitz

Rutschiges Gelände
In der Bildmitte ist der Sarnersee zu erkennen, 
dahinter das Stanserhorn und links aussen die Rigi.



Titlis



War da ein Friseur am Werk?

Rechts der zurückliegende Rotspitz.




Das prächtige Bergpanorama lässt uns immer wieder anhalten und staunen.











Nünalpstock

Rosenhorn, Wetterhorn, Schreckhorn & Co.








Tiefblick auf Sörenberg mit darüberliegender Bergsturzschneise, 
an deren Abrisskante wir nun "haarscharf" entlang gehen.

Vom Nünalpstock gehts 100 Höhenmeter runter 
zum Teufimattsattel 
und dann wieder 150 Höhenmeter hinauf 
zum Hagleren-Gipfelkreuz.
Im Teufimattsattel

Deutliche Wegspur durch Heidelbeergebüsch.

Blick zurück auf den Bergsturzhang zwischen Nünalpstock und Sörenberg.

"Hagleren, 1949m", höchstgelegene Wegstelle der Wanderung.
Die Bezeichnung soll vom Hagelwetter abgeleitet sein, das hier oft wütet. 

Ankunft auf dem Hagleren-Gipfel. 
Auch der Bergkamm hinüber zum Bleikenchopf heisst Haglere.



800 Meter tiefer liegt Sörenberg.

Gipfelrast mit Panoramablick und Mittagspause.

Und weiter gehts .....

..... durch die einmalig schöne Moorlandschaft, durchsetzt mit Bergföhren.
Die Moorlandschaft Glaubenberg dehnt sich zwischen der Pilatuskette im Norden 
und dem Glaubenbielenpass im Süden aus 
und ist mit rund 130 km2 die grösste Moorlandschaft der Schweiz.
Quelle: http://www.luzern.com/de/moorlandschaft-glaubenberg



Der Moorlandschaftspfad führt in 5 Tagesetappen und über 80 km
durch die UNESCO Biosphäre Entlebuch.

Weisse Wattetupfer aus Wollgras.

Das Dorf Flühli, unser Wander-Endziel.





Die ferneren Felsenberge verschwinden hinter dem vorgelagerten Hügelkamm.

Bleikenchopf


Alp Rohr (1424 m.ü.M.)

Der Wegweiser zum Abstieg von der Alp Rohr 
via Bleikenboden nach Flühli trägt den Aufkleber 
"Vorsicht steiles Gelände!"
Wir wählen darum den etwas längeren Weg (nach rechts) ......

...... via Gitziloch und Sattelschlucht sowie dem Rotbach entlang nach Flühli.









Blick zurück zum Bleikenchopf, dessen Steilabstieg wir umgangen haben.



 Rotbach
Alten Überlieferungen zufolge war der Rotbach früher nicht breiter, als dass er von einem Mann in einem Sprung überquert werden konnte. Durch das Flössen des für die Glashütten in riesigen Mengen benötigten Holzes wurden die Ufer immer weiter aufgerissen. Auch die bei Gewittern auftretenden Hochwasser infolge der Kahlschläge der Wälder taten das Ihre dazu. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Glasindustrie und die Flösserei in Flühli aufgegeben. In grossen Projekten hat man Anfang des 20. Jahrhunderts die Wälder wieder aufgeforstet. Der Rotbach blieb jedoch ein unberechenbarer Wildbach mit einem 50 bis 100 Meter breiten, steinigen Bett. Quelle: http://www.wassererlebnis.ch/index.php?id=31


Holzsteg über den Seebebach, .....

...... der kurz darauf in den Rotbach fliesst.



Bei der Wegstelle "Chessimättili, 1050m" 
wird ein kurzer Abstecher zum Chessiloch angezeigt (Wasserfall und Hängebrücke). 
Wir gehen aber weiter, dem Rotbach entlang, in Richtung Chragen / Flühli.

Am Glaserweg / Glasereipfad
An den ursprünglichen Standorten wird die Bedeutung der Glaserei beschrieben - im 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Industrien im Kanton Luzern. Auf dem 14 Kilometer langen Weg zwischen Flühli und Sörenberg wird erkärt, wie die damalige Glasindustrie wirtschaftete, wie sich die holzverzehrenden Übernutzungen rächten und als Konsequenz daraus der Wald zum Schutz der Talebene wieder aufgeforstet werden musste. 
Quelle: http://www.myswitzerland.com/de-ch/soerenberg-glaserpfad.html




Letztes Wegstück nach Flühli / Hüttlenen.



Gespiegelt warten wir auf das Postauto, .......

..... welches uns zurück zum Bahnhof Schüpfheim bringt.

Allen Herzlichen Dank
für die Begleitung.
Beat

Weitere INFOS (abweichende Routen): 
- Tagi-Outdoorblog von Thomas Widmer: Eine Luzerner Landschaftskomposition 
- hikr.org: Haglere und Nünalpstock 
- pronatura-lu.ch: Hagleren / Sörenberg, Flühli

Kommentare:

  1. Eine wunderschöne Wanderung Beat. Herzlichen Dank. Gabi

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  2. Vielen Dank Beat für diese wunderschöne Wanderung. LG Martha

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