Samstag, 1. November 2014

Rundweg Winterthur (Osten->Süden): Hulmen - Sässel - Leisental

Zusammen mit Marcel & Yvonne bin ich heute Samstag über drei der insgesamt zehn Etappen des "Rundwegs Winterthur" gewandert.
Der "Rundweg Winterthur", aus Anlass des Jubiläums "750 Jahre Winterthur" ausgeschildert, ist ein 70 Kilometer langer, zusammenhängender Weg entlang der Stadtgrenze von Winterthur. Er ist in 10 Etappen aufgeteilt und mit über 300 speziellen Wegweisern ausgeschildert.


Im Jahre 2014 feiert die Stadt Winterthur,  
dass sie vor 750 Jahren am 22. Juni 1264 
das Stadtrecht von Graf Rudolf I. von Habsburg 
zugesprochen erhielt.


Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
   


Die heute durchwanderten drei Etappen 
verlaufen zwischen dem östlichsten und dem südlichsten Grenzpunkt 
der Stadt Winterthur.

- Etappe Hulmen:  Tolhus -> Eidberg
Die Bergetappe am Hulmen, dem höchsten Berg Winterthurs, 
ist auch eine Reise in die «gute alte Zeit»: 
Die selbsternannte Republik Ricketwil ist Landidylle pur 
und der Weiler Eidberg sieht noch fast so aus wie vor 200 Jahren.

- Etappe Sässel:  Eidberg -> Sennhof
Der Höhenweg auf dem Sässel besticht mit seiner 360° Panoramaaussicht. 
Von der Bank neben der 150 Jahre alten Linde sieht man bis in die Glarner Alpen. 
Im Tal bei Sennhof zeugen zwei Kohlelöcher und ein Bahnhof vom Aufschwung des Tösstals 
zu einer der bedeutendsten Industrieregionen der Schweiz.

- Etappe Leisental: Sennhof -> Kempttal
Das Leisental, auch Linsental genannt, speist die Stadt mit hochwertigem Trinkwasser, 
bietet ein Zuhause für «Glögglifrösche» 
und Strandersatz für Daheimgebliebene im Sommer. 
An den Enden der Etappe stehen die Spinnerei Bühler 
und die ehemalige Maggi-Fabrik als Wahrzeichen der industriellen Blütezeit der Region.

Quelle: http://www.rundweg.winterthur.ch

Wanderroute über die drei Rundweg-Etappen Hulmen / Sässel / Leisental. 
Streckenlänge ca. 16 km, 300 m aufwärts, 400 m abwärts. 
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)
Tolhusen, 558m:
Der hier angezeigte östlichste Grenzpunkt von Winterthur 
liegt rund 200 Meter entfernt an einem Feldweg.  
Der Weiler Tolhusen, Startort unserer Wanderung, 
liegt auf dem Gemeindegebiet von Elsau. 
Von Winterthur her sind wir um 10 Uhr mit dem Postauto 
der Schauenberg-Linie (Winterthur - Girenbad b. Turbenthal) hier angekommen. 
Um 15 Uhr werden wir die Wanderung in Kempttal, 
in der Nähe des südlichsten Grenzpunktes, beenden.

Die tollen Gwundernasen von Elsau-Tolhusen.



Der Hulmen ist mit 685 m.ü.M. der höchste "Berg" von Winterthur. 
Diese Rundweg-Etappe führt darüber hinweg 
und trägt darum auch die selbe Bezeichnung.





Sanfter Aufstieg durch schönen Herbstwald hinauf zum Hulmen.


Ausgerechnet dieses Wegstück, ......

..... welches an der Wegstelle "Hulmen, 683m" 
und damit am höchsten Punkt vorbeiführt, ist gegenwärtig abgesperrt, 
kann aber zu Fuss trotzdem problemlos passiert werden.

Diesen "höchsten Punkt von Winterthur" 
als "Matterhorn von Winti" zu bezeichnen, 
wäre eine ziemliche Übertreibung. 
Sollte die Stadtkasse von Winterthur 
in ferner Zukunft wieder einmal etwas weniger leer sein, 
gehört hier unbedingt ein Aussichtsturm hin, 
vielleicht einer wie der Eschenbergturm 
und eher nicht eine Konstruktion wie jene beim Brühlbergturm.

Die Ursache für die Wegsperrung ist ein umgestürzter Baum, 
welcher mit seinen Wurzeln gut die Hälfte des Weges mitgerissen hat.

Hinter dem Hulmen 
gehen wir über weites Wiesland Richtung Eidberg.

Blick über die Hausdächer von Eidberg 
Richtung Kyburg (rechts oben).



Eidberg, 585m

Auch hier in Eidberg ist Winterthur.

Das bald 120-jährige Schulhaus Eidberg ......

....... versetzt den Betrachter in eine andere Zeitepoche.

Nach der Aussenwacht Eidberg folgt die Rundweg-Etappe "Sässel", 
hier auf dem Weg nach Thaa und Iberg.

Die Kyburg

Der Brüelberg (mit Turm, links oben) 
und rechts das Sulzer-Hochhaus in Winterthur.

Eines der zahlreichen Flugzeuge, 
welches uns kurz nach dem Start in Zürich-Kloten im Steigflug überfliegt. 
Hier ist vermutlich der "Superjumbo" A-380 der Singapore Airlines 
 auf dem Rückflug in den Fernen Osten.

Am Horizont im nahen Westen, 4 bis 5 km entfernt, die Stadt Winterthur.

Vorne Neubauten der Winterthurer Aussenwacht Gotzenwil
dahinter Oberwinterthur mit dem Lindberg.



Zoomblick zur Kyburg

Blick zurück zum Hulmen.

Iberg, 564m


Auch Iberg ist eine Aussenwacht von Winterthur.



Wiesenweg zum Aussichtspunkt "Sässel", zwischen Iberg und Sennhof.





Sässel, 592m

Ein Brunnen zum Jubiläum 
Hoch über Iberg und dem Tösstal thront ein neuer Gneisbrunnen. 
Mit diesem Brunnen gratuliert Stadtwerk Winterthur der Stadt zu 750 Jahren Stadtrecht. 
Anlässlich dieses Jubiläums entstand ein rund 70 Kilometer langer Wanderweg 
entlang der Stadtgrenze von Winterthur. 
Der Weg verläuft beim Sässel vor dem stillgelegten Reservoir Iberg von Stadtwerk Winterthur. 
Der Sässel ist einer der schönsten Aussichtspunkte des neuen Wanderwegs 
und lädt zum Rasten ein. 
Stadtwerk Winterthur hat deshalb an dieser Stelle einen Brunnen errichtet. 
Der Winterthurer Gregor Frehner hat den Brunnen entworfen 
und aus einem 3 Tonnen schweren Block Iragna-Gneis (Tessin) gehauen. 
Der Steinbildhauer hat unter anderem die Giebelfiguren für das Stadthaus rekonstruiert. 
Quelle: http://bau.winterthur.ch/info/news/news-detail/print/article/der-erste-rundweg-wegweiser-ist-montiert/



Bei klarer Weitsicht, welche heute leider fehlt, 
sind hier hinter den Zürcher Oberländer Hügeln
auch die Ostschweizer und Glarner Berggipfel zu sehen.

Unser Mittags-Rastplatz beim Reservoir- und Aussichtshügel Sässel.



Blick zurück zum Hulmen und zur Aussenwacht Eidberg.


Treppenabstieg zum Sennhof, unten an der Töss.



Auch zum 115-jährigen alten Schulhaus Sennhof gehört ein Türmchen.

Sennhof, 479m
Die hier angezeigte wanderland.ch-Route 69 
(der Züri-Oberland-Höhenweg) 
verläuft von Winterthur nach Rapperswil. 

Vom Sennhof bis zur Brunibrugg, 
wo wir die Töss überqueren werden, 
verläuft der Weg nun über rund 5.5 km 
dem rechten Flussufer entlang durch das Leisental. 
"Leisental", dies ist auch die Bezeichnung unserer dritten Etappe 
auf dem Rundweg Winterthur.



Stadtbus Winterthur 
(bis Juni 2004 Winterthurer Verkehrsbetriebe, 
bis 1983 Verkehrsbetriebe Winterthur, 
bis 1940 Städtische Strassenbahn Winterthur, 
bis 1900 Winterthur–Töss) 
ist das am 13. Juli 1898 gegründete kommunale Verkehrsunternehmen 
der Stadt Winterthur. 
Quelle (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbus_Winterthur 











Hinter der Kyburgerbrugg 
führt ein Wanderweg 150 Höhenmeter hinauf zum Schloss Kyburg
Wir folgen aber weiterhin dem rechtsufrigen Weg entlang der Töss.



Im Gebiet Mittlere Au wurde die Töss "revitalisiert", 
d.h. in einen wieder naturnaheren Zustand zurückgebaut.

Brunibrugg / Bruni-Brücke

Auf der Bruni-Brücke überqueren wir die Töss.


Blick durch das Brücken-Fenster ......

 ....... Töss-abwärts.

Kurzer steiler Aufstieg von der Töss zum Rossberg, ........
....... wo der Wanderweg einen grossen Golfplatz, 
den Golf Kyburg, durchquert.
Der auf einer waldumrandeten Terrasse zwischen Töss und Kempt gelegene Hof bildet seit der Eingemeindung den südlichsten Zipfel des Winterthurer Stadtbannes, dessen Ursprung bis weit ins Mittelalter zurückreicht. Die einstige landwirtschaftliche Nutzung ist verschwunden. Golfplatz, Restaurants und Wohnhäuser prägen heute diesen Ort. 
Quelle: http://www.winterthur-glossar.ch



Einkehr im Restaurant Rossberg.











Abstieg von Rossweid / Rossberg nach Kemptthal.

Auch der Emirates-"Superjumbo" A-380 zieht am Himmel über uns vorbei.

Angezeigter Abstecher zum südlichsten Grenzpunkt von Winterthur 
auf der Gemeindegrenze mit Illnau-Effretikon.

Um 15 Uhr erreichen wir die Bahnstation von Kemptthal, 
wo die Etappe "Leisental" und unsere heutige Wanderung endet.

Herzlichen Dank
an Marcel & Yvonne für die Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. Dabei sind mal wieder echt tolle Bilder entstanden - schön herbstlich, wie man es sich vorstellt :)

    Grüße

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  2. Tolle Bilder, danke. Endlich bekomme ich mal was von der Schönheit zu sehen. Bisher war mir der Ort eigentlich nur von der chemischen Reinigung in Winterthur bekannt, Ich muß mir unbedingt mal die Zeit nehmen, die Gegend zu erkunden.

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