Mittwoch, 15. April 2015

Über den Pfannenstiel nach Küsnacht am Zürichsee

Heute Mittwoch sind wir über den Pfannenstiel, den Hügelzug über dem rechten Zürichseeufer, gewandert und durch das Küsnachter Tobel nach Küsnacht abgestiegen. 

ROUTE:
Vorder Pfannenstiel, 727m -
Okenshöhe, 799m - Pfannenstiel Hochwacht, 803m -
Aussichtsturm, ca. 820m (+ 35m) - 
P. 853 (Höchster Pfannenstiel-Geländepunkt) -
Hohrüti / Waldhüttli, ca. 760m -
Guldener Höchi, 842m - Chüelenmorgen, 736m -
Tobelmüli, 595m -
Mülitobel / Küsnachter Tobel -
Felsblock "Drachenkopf" (Felssturz am 23.04.13) -
Burgruine Wulp, 570m -
Felsfindling "Alexanderstein", ca. 480m -
Küsnacht, 415m (Bahnhof)
 
Mit dabei:
Martha, Barbara, Kurt

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
   


Route zwischen Vorder Pfannenstiel (Meilen), der Pfannenstiel-Hochwacht (Egg) 
und dem Küsnachter Tobel bis nach Küsnacht am Zürichsee. 
Streckenlänge ca. 15 km; 300 m aufwärts, 600 m abwärts.  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)
 Vorder Pfannenstiel, 727m:
Mit dem Pfannenstielbus fahren wir vom Bahnhof Meilen bis zur Endstation "Vorder Pfannenstiel". Hier beginnen wir um 09:15 Uhr die Wanderung in Richtung zur Hochwacht. Um 14 Uhr werden wir beim Bahnhof Küsnacht ankommen.

Restaurant Vorderer Pfannenstiel
http://www.restaurant-pfannenstiel.ch/

Greifensee / Uster

Auf der Okenshöhe bei der Pfannenstiel-Hochwacht: 
Die Triangulations-Pyramide der Landesvermessung .....

...... und die Panoramatafel (Alpenzeiger) 
der Mittwochgesellschaft Meilen.

Druesberg und Tödi

Vrenelisgärtli (links) am Glärnisch

Restaurant Hochwacht
http://www.hochwacht-pfannenstiel.ch/

Webcam: http://www.hochwacht-pfannenstiel.ch/wetter-kamera/
Wetter-Messstation: http://meteonews.ch/de/Messwerte/M06673009/Pfannenstiel
(Heute Mittwoch Nachmittag um 15 Uhr sind 20°C gemessen worden.)

Blick aufs Zürcher Oberland

Pfannenstiel Hochwacht, 803m:
Mit den Flaggen der beiden angrenzenden Gemeinden Meilen und Egg.



Der Pfannenstiel Aussichtsturm
(ehemaliger Bachtelturm)
Bei der Aus- und Bergsicht vom Pfannenstiel-Turm 
lässt heute nichts zu wünschen übrig.

Säntis

Rapperswil und Mürtschenstock

Zindlenspitz (links) und das Glärnisch-Massiv

Nochmals der Druesberg mit dem Tödi hinter dem Forstberg.

Gitschen und Uri-Rotstock (die Pyramide rechts)

Rigi

Egg (links aussen der Greifensee)

Oben der Pilatus 
und unten Meilen am Zürichsee.
Die Wetterfahne auf der Turmspitze

Senkrechter Tiefblick



Links hinten liegen Speer und Federispitz 
zwischen Obersee und Walensee über der Linthebene.

Wenig oberhalb des Turms ......
....... verlassen wir den Wanderweg 
und gelangen über einen Biker- und Trampelpfad 
zum höchsten Pfannenstiel-Geländepunkt auf 853 m.ü.M.
Kurt markiert den Pfannenstiel-"Gipfel" 
mit einer gebastelten Triangulations-Pyramide.






Auf verschlungenen Wegen (und GPS-gesteuert) ....

....... erreichen wir das Waldhüttli (Hohrüti), 
für welches Barbara die Schlüssel mitgebracht hat.



Herzlichen Dank an Barbara für Café und Meilemer-Guetsli.

Man glaubt's kaum, 
das winzige Waldhüttli hat sogar einen Dachstock, 
welcher über eine Leiter zugänglich ist.





Guldener Höchi, 842m:
Wir sind wieder auf dem Pfannenstiel-Rücken angekommen.

Der "Stuckiweg" auf dem Pfannenstiel.
Hier wird nicht etwa an einen Herrn oder an eine Frau Stucki erinnert, sondern:
Der Stuckiweg gilt als versteckter Anmarschweg des Zürcher Generals Hans Rudolf Werdmüller mit seinen Truppen (10 000 Mann) und «Stucken» (Geschützen) im 1. Villmergerkrieg zur Belagerung von Rapperswil. Katholische Geistliche hatten einige reformierte Familien in Arth nicht geduldet. Als ihnen Verfolgung drohte, flüchteten sie im Herbst 1655 nach Zürich.
22 Zurückgebliebene wurden eingesperrt 4 davon sogar hingerichtet die Güter der Geflohenen beschlagnahmt, obwohl die Zürcher Regierung unter Bürgermeister Johann Heinrich Waser deren Herausgabe verlangte. Nachdem sich die Schwyzer geweigert hatten, dem Schiedsspruch der Tagsatzung zu folgen, erklärte ihnen Zürich am 6. Januar 1656 den Krieg. Werdmüller wollte einen Stützpunkt gegen Schwyz gewinnen und glaubte, Rapperswil innert 24 Stunden erobern zu können.
Darauf mussten Werdmüllers Soldaten von der Forch aus einen verborgenen Weg aushauen, damit er möglichst unbemerkt nach Rapperswil gelangen konnte. Doch das von Schwyz besetzte Städtchen wurde tapfer verteidigt. Ausserdem herrschte in Werdmüllers Armee starke Unordnung, sodass sich die Belagerung wochenlang hinzog und auch ein Sturmangriff misslang: 32 Soldaten wurden getötet, 198 verwundet und rund 232 Zentner Pulver verschossen. (........) 
Quelle (Heinrich Müller): http://www.pfannenstiel.ch/mueller/

Einer von mehreren alten Grenzsteinen (M -> Obervogtei Meilen).

Siehe dazu die separaten Blog-Beiträge:
14.08.13: Alter Grenzstein auf dem Pfannenstiel: "Der Grosse Grüningerstein"
22.08.13: Historische Grenzsteine auf dem Pfannenstiel


Hinter Guldenen

Turpenland Guldenen

19.04.13: "Auge in Auge" mit den Erdkröten im Turpenland auf der Guldenen


Naturnetz Pfannenstil
http://www.naturnetz-pfannenstil.ch

Bei Hohrüti gelangen wir an den Rüsselbach, 
einen Zufluss zum Küsnachter Dorfbach im Küsnachter Tobel.








Wir üben schon mal den "Tunnelblick" 
für den Besuch im Gotthard-Basistunnel von morgen Donnerstag.

Kurt macht das freiwillig!



Tobelmüli, 595m

Seewasser / Quellwasser



Über zahlreiche Wasserfälle 
rauscht das Wasser vom Pfannenstiel 
und vom Küsnachter Berg dem Zürichsee entgegen.


Der "Drachenkopf" erinnert an den Felssturz vom 23. April 2013.

24.04.13: Felsabbruch im Küsnachter Tobel
27.04.13: Nochmals zum "Ausreisser" im Küsnachter Tobel
Wie kam der Drachenkopf ins Tobel?
http://www.verschoenerungsverein-kuesnacht.ch/waldlehrpfad.html
Mittagsrast in den Gemäuern der Burgruine Wulp
welche östlich über dem Küsnachter Tobel liegt.






Wieder unten im Küsnachter Tobel, 
beim "Alexanderstein", 
einem Findling aus den Glarner Alpen.



Findlinge im Dutzend (Nr. 1 bis Nr. 65):
http://www.verschoenerungsverein-kuesnacht.ch/pdf/Findlingstafel.pdf

Ankunft in Küsnacht


Allen herzlichen Dank
für die Begleitung.
Beat

Vor drei Jahren sind wir in umgekehrter Richtung, 
d.h. von Küsnacht her, zum Pfannenstiel aufgestiegen.
09.06.12: Küsnacht - Küsnachtertobel - Pfannenstiel - Meilemer Tobel - Meilen

Kommentare:

  1. Lieber Beat,
    ganz herzlichen Dank für den wunderbaren Blog. Es ist fast, als wäre ich dabeigewesen. Und es freut mich, dass Dir unser winziges Waldhüttli gefallen hat.

    Morgen, bei der NEAT, käme ich natürlich sehr gerne mit, bin aber leider wegen anderweitiger Verpflichtungen (...) verhindert.

    Herzliche Grüsse,
    Ruedi

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Beat, herzlichen Dank für diese tolle Wanderung und den Rückblick, hat mir sehr gefallen. Gruss Martha P.S. Herzlichen Dank auch an Barbara für die Gastfreundschaft und an Kurt für die Begleitung und seine akrobatischen Künste.

    AntwortenLöschen