Mittwoch, 1. April 2015

Pollegio - Val d'Ambra - Pozzo - Iragna (Leventina / Riviera / TI)

Heute Mittwoch waren wir am südwestlichen Talhang (bzw. am nordöstlichen Berghang) hoch über Biasca im Tessin unterwegs. Von Pollegio in der Leventina sind wir zum kleinen Stausee im Val d'Ambra aufgestiegen, bei den Alpsiedlungen und Maiensässen von Monda und Pozzo vorbeigekommen und schliesslich nach Iragna im Talabschnitt der Leventina-Riviera abgestiegen. 

ROUTE:
Pollegio, Infocentro AlpTransit, ca. 300m -
Centrale Biaschina, 317m -
Baséria / Bacino Val d'Ambra, 618m -
(Lago di Rierna / Lago della Val d'Ambra / Diga della Val d'Ambra)
Monda, 892m - Pozzo, 1000m -
Iragna Buscerina, 279m

Mit dabei:
Martha, Valérie, Hans, Kurt  

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
   
Tiefblick auf Biasca:
Links der Talabschnitt der Leventina, nach rechts der Übergang zur Riviera 
und oben der Zugang ins Bleniotal.

Route zwischen Pollegio und Iragna.
Unser Startpunkt liegt beim Infocentro Pollegio der Alptransit. 
 Es liegt in der Nähe des Südportals des 57 km langen Gotthard-Basistunnels, 
welcher in 428 Tagen (ab heute, 1. April 2015) eröffnet wird.  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 13 km; 850 m auf- und abwärts.
Um 09:45 Uhr kommen wir mit dem Postauto von Faido her 
bei der Haltestelle "Pollegio, Infocentro AlpTransit" an. 
Rechts im Bild die neue SBB-Betriebszentrale Pollegio. 
Von hier aus wird seit rund einem Jahr der Bahnverkehr zwischen Arth-Goldau und Chiasso überwacht und gesteuert.
Hier sollen zukünftig bis zu 160 Personen arbeiten.

SRF / 17.05.14: 
 Kommandozentrale für Gotthard-Basistunnel in Betrieb genommen.


Bevor wir loswandern, 
werfen wir einen kurzen Blick ins Infocentro der AlpTransit (rechts) 
über Bau und Betrieb des Gotthard-Basistunnels. 
(Die Tunnel-Eröffnung erfolgt im Dezember 2016.)
Multimediale Ausstellung im Infocentro Pollegio der AlpTransit. 
Nach vorausgehender Anmeldung kann man hier 
(sowie in weiteren AlpTransit-Infozentren) 
an Besichtigungen und Tunnel-Führungen teilnehmen. 
INFOS unter www.infocentro.ch




Blick talabwärts (Richtung Biasca)
mit dem fast wolkenfreien südlichen Tessiner Himmel.

Blick talaufwärts und dort auf den wolkenverhangenen Himmel im Norden. 
Wir befinden uns hier exakt unter der Grau-Blau-Grenze am Himmel, 
bewegen uns aber bald in Richtung zur Sonne hin. 
Kurz nach 10 Uhr wandern wir hier in Pollegio los 
und um 14:45 Uhr werden wir unsere Wanderung in Iragna beenden.

Berggipfel südöstlich über Biasca: 
Pizzo Magn (links) und Masnàn.

Bei kräftig wehendem Nordwind queren wir die Leventina-Talebene 
hinüber zum Flusslauf des Ticino.

Blick zurück zur neuen SBB-Kommandozentrale Pollegio.
 Dieser markante Betonbau ist auf der Bahnfahrt ins Tessin
(im Abschnitt zwischen Bodio und Biasca) kaum zu übersehen.

Bei der Kraftwerkzentrale "Centrale Biaschina" überqueren wir den Ticino 
und beginnen den Aufstieg zum Stausee "Lago di Rierna" im Val d'Ambra. Wir wählen eine Wegabkürzung, die auf der Landeskarte eingezeichnet ist. Der markierte Wanderweg führt hingegen über eine Wegschlaufe via Personico.

Dieser "inoffizielle" Aufstiegsweg  zum Stausee
 ist steil aber problemlos begehbar.

Eine Leventina-Flachtal-Wanderung ......

...... ist natürlich etwas weniger schweisstreibend.

Wie oftmals im Tessin
gewinnen wir auch hier über perfekt angelegte Steinstufen rasch an Höhe.

Links unten ist die SBB-Betriebszentrale 
 mit dem danebenliegenden Infocentro zu erkennen.
 Rechts hinten liegt Biasca, darüber Pizzo Magn und Masnàn.

Wer möglichst viele alte und knorrige Kastanienbäume sehen will, 
kommt auf dieser Wanderoute nicht zu kurz.

Gipfelparade am "Pizzo Magn" (2329 m.ü.M.)

Blick talaufwärts 
und zum Biaschina-Autobahnviadukt.
Baséria / Bacino Val d'Ambra, 618m:
 Die Wegverzweigung über dem kleinen Stausee im Val d'Ambra.
 Von hier aus ist eine Rundwanderung ins Val d'Ambra 
via Monastéi-Cassinone möglich 
aber auch der Übergang über den Passo di Gagnone zur Capanna Efra 
und weiter bis nach Frasco im Verzascatal. 
Wir hingegen überqueren heute den Staudamm 
und gehen anschliessend weiter in Richtung Monda / Pozzo.

Heute erhalten wir nur einen knappen Eindruck vom Val d'Ambra. 
Es lockt aber zu weiteren Wanderungen in diesem Gebiet.
INFOS unter http://alpi-ticinesi.ch/ticino/valli/ambra.html
Der kleine Val-d'Ambra-Stausee trägt mehrere Bezeichnungen: 
Bacino Val d'Ambra / Lago di Rierna / Lago della Val d'Ambra.

Überquerung des Staudamms, der seit 1965 besteht.
Wikipedia: Diga della Val d'Ambra



Hinter dem Stausee geht's weiter in die Höhe. 
Der Leventina-Talboden liegt auf rund 300 m.ü.M., der Stausee auf 600 m.ü.M. und die höchstliegenden heutigen Wegstellen auf etwas über 1000 m.ü.M.


Oben die Zufahrtsstrasse, welche von Personico zum Stausee hochführt.



Links das Dorf Personico, weiter hinten Bodio. 
Rechts aussen ist das Südportal des Gotthard-Basistunnels zu erkennen. 
Bei Erstfeld, 57 Kilometer weiter nördlich, liegt das Nordportal.

Zoomblick zum Südportal des Gotthard-Basistunnels der NEAT.
 Alles muss hier durch:
Flusslauf des Ticino / Autobahn / NEAT / Bestehende SBB-Linie / Kantonsstrasse.


Winterlicher Berggipfel weiter hinten im Val d'Ambra.

Monda, 892m

Blick ins enge Val d'Ambra mit seinen steilen Talflanken.

Vermutlich Cima di Rierna oder Cima di Gagnone, hinten im Val d'Ambra.

Die Alpsiedlung (Maiensässe) Monda, 
deren Steinhäuser zerfallen oder als Rustici wieder bewohnbar gemacht werden.



Wenn vorhin der Cima di Rierna zu sehen war, 
sollte dies nun der Cima di Gagnone sein.

Wer geniessen praktisch entlang dem ganzen heutigen Weg Sonneneinstrahlung. 
Diese nach Nordosten abfallende Talflanke 
hat dies nicht ohne weiteres erwarten lassen. 
Ein kräftiger kalter Nordwind sorgt allerdings oft für ungemütlichen "Durchzug".

Tiefblick auf Biasca.

Der Kontrast zwischen den Tiefblicken ins Tal ......

...... und der urtümlichen Umgebung hier oben könnte kaum grösser sein.

Ein Felsunterstand, wie geschaffen als Rastplatz.





Freundlicherweise ist hier zuvor jemand mit einer Astsäge vorbeigekommen.



Werkhalle der Metallbaufirma SMB in Biasca.

Mehrmals sind Bergbäche zu überqueren, 
was kurz nach einem Starkregen schwieriger sein könnte.


Pizzo di Claro

Rechts vorne kommen wir an die Abzweigung ......
...... zum unbewarteten Rifugio Ai Tör, auf 1293 m.ü.M. gelegen. 
Wir gehen weiter Richtung Pozzo / Iragna.


Kurz vor 13:30 Uhr erreichen wir Pozzo, 
wie zuvor Mondo eine frühere Alpsiedlung / Maiensässe, 
deren Häuser heute als Rustici-Ferienwohnungen genutzt werden.



Pozzo ist traumhaft schön gelegen. 
Doch wie kommt man regelmässig hier hinauf, 
rund 700 Höhenmeter über den Talboden bei Biasca
und das ohne Autobahnanschluss auf gleicher Höhe?



Pozzo, 1000m
Auf der Wegweiser-Rückseite links unten: 
1 h 20 min bis Iragna Borgo,
wohin wir nun absteigen.








Blick in den untersten Talabschnitt der Leventina, 
die Riviera zwischen Biasca und Bellinzona. 
Rechts unten das Dorf Iragna, unser heutiges Wander-Endziel.
Iragna

Alte und neue himmlische Kunst am Weg.




Schlussabstieg über Steintreppe nach Iragna.

Garten-Einblick in Iragna



Bis zur vorgesehenen Busabfahrt haben wir noch Zeit einzukehren. 
Martha "delegieren" wir zwecks genauer Abklärung der Busverbindungen 
hinüber an die nahe Haltstelle. 
Als sie dort ankommt, fährt gerade der frühere Bus Richtung Biasca heran, 
so dass sie gleich einsteigen kann. 
Wir selber fahren eine halbe Stunde später, um 15:15 Uhr, 
in der Gegenrichtung nach Bellinzona.

Iragna Buscerina, 279m:
Bus-Haltestelle für die Fahrt nach Biasca oder Bellinzona.

Blick zurück zum Hang ob Iragna, 
über den wir von Pozzo her heruntergestiegen sind.



 Allen herzlichen Dank
für die Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. Vielen Dank Beat für diese tolle Wanderung. Liebe Grüsse, Martha

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  2. Mein Kompliment: bestens organisiert, durchgeführt und dokumentiert, danke auch meinerseits, Kurt

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