Samstag, 2. Mai 2015

Ponte Tresa / Monte Caslano (TI)

Heute Samstag bin ich zusammen mit Claudia ins Tessin nach Ponte Tresa gefahren. Dort haben wir zuerst einen Abstecher über die Landesgrenze ins italienische Lavena Ponte Tresa unternommen. Anschliessend sind wir zum Monte Caslano (Sassalto) aufgestiegen. Er ist zu dreiviertel vom Lago di Lugano umgeben und wird darum auch als "Inselberg" bezeichnet. Im Anschluss an den Abstieg nach Caslano haben wir den Monte Caslano auf dem Uferweg vollständig umrundet und sind, vorbei an der Flussmündung der Magliasina, bis nach Magliaso weiter gewandert.

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
PonteTresa / 02.05.15

Wir haben diese Wanderung bereits vor zwei Jahren einmal unternommen,
damals in Gegenrichtung, d.h. von Magliaso nach Ponte Tresa,
und stellenweise auf etwas anderen Wegen.
Siehe dazu FF-Blog: 

Aufgezeichnete Route zwischen Ponte Tresa (Schweiz und Italien), 
dem Monte Caslano und Magliaso. 
 (swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

 Um 09:30 Uhr beginnen wir die Wanderung bei der Bahnendstation 
der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn (FLP). 
Um 12 Uhr erreichen wir die kleine Kapelle 
und das Gipfelkreuz auf dem Monte Caslano 
und kurz nach 15 Uhr beenden wir die Wanderung in Magliaso.
Der Abstecher zu Beginn ins italienische Lavena Ponte Tresa dauert rund eine Stunde.
Über die Seeenge zwischen Lavena (IT) und Torrazza (CH) führt keine Brücke.
Streckenlänge ca. 19 km; 450 m auf- und abwärts.
Blick über die Seebucht vor Ponte Tresa zum Monte Caslano
der auch die Bezeichnung "Sassalto" trägt. 
Rechts aussen liegt die Seenge, 
die Wasserverbindung zum hinter dem Inselberg liegenden Seearm 
des Lago di Lugano. 
Zwischen Lugano - Melide - Morcote - Ponte Tresa besteht eine Schiffverbindung.

Blick Richtung Norden auf die Bergkette 
zwischen Monte Bar (links) / Gazzirola / Denti della Vecchia / Monte Boglia.

Nach dem Grenzübertritt ins italienische Ponte Tresa 
gehen wir auf dem schönen Uferweg Richtung Seeenge, 
welche zwischen Lavena (IT) und Torrazza (CH) liegt.

Blick zurück Richtung Ponte Tresa (CH). 
(Die dahinterliegende Hügelkette Monte Rocchetta / Monte Mondini 
steht ebenfalls auf meinem "Wanderprogramm 2015".)

Monte Caslano

Ponte Tresa:
Links aussen führt die Brücke über die Tresa.
Dort befinden sich der Grenzübergang mit den Zollstationen.
Im rosa Gebäude ist der Schweizer Zoll stationiert.
Die Tresa fließt bei Ponte Tresa auf einer Höhe von 271 m aus dem Lago di Lugano 
und bildet über die Hälfte ihrer Länge die Grenze 
zwischen dem Schweizer Kanton Tessin und Italien. 
Nach rund 15 km mündet sie in 193 m Höhe bei Luino in den Lago Maggiore.
Quelle (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Tresa

Panoramablick Richtung Ponte Tresa.

Die engste Stelle (vorne) im Lago di Lugano
weist nur eine Breite von rund 35 m auf.

Comune di Lavena Ponte Tresa
http://www.comune.lavenapontetresa.va.it/



Drüben, bei der Ruine des Kalk-Brennofens in Torrazza, 
werden wir am Nachmittag bei der Umrundung des Inselbergs vorbeikommen.



Die felsige Südflanke des Monte Caslano. 
Bald werden wir von dort oben .......

....... nach hier unten tiefblicken.
Wir halten Ausschau nach einem Boot, 
welches uns doch über die Seeenge befördern könnte.
Diese beiden jungen Ruderinnen hätten eigentlich noch Platz für zwei Passagiere, 
je eine Person ganz vorne und eine ganz hinten, 
auf dem Bauch liegend und den Bootsrumpf umklammernd.

Wir wählen aber den Landweg 
zurück in die Schweiz.
Durch schmale verwinkelte Gässchen 
gehen wir retour Richtung Ponte Tresa.
Durchblick Richtung Denti della Vecchia und Monte Boglia.

Die Felszacken der Denti della Vecchia.
Nach rund einstündigem Aufenthalt in Italien kehren wir zurück in die Schweiz. 
Es folgt das unangenehmste Wegstück der heutigen Wanderroute. 
Vorbei an langen Autokolonnen geht's zum nördlichen Ufer der Seebucht. 
Eine westliche Ausweichroute via Prelongo 
wäre etwas umständlicher aber mit weniger Verkehrslärm und -gestank verbunden.

Nach dem Abstecher 
vom Tessiner Ponte Tresa ins italienische Lavena Ponte Tresa  
 nehmen wir nun Kurs auf den Monte Caslano. 
Weil zwischen Lavena und Torrazza kein Steg über den See führt, 
müssen wir die Seebucht westlich und nördlich umgehen. 
Für den Aufstieg über die Westflanke des Inselbergs wählen wir einen Weg, 
der auf der Karte eingezeichnet aber nicht als Wanderweg markiert ist. 
(Die markierten Aufstiegswege führen vom alten Dorfkern von Caslano her 
hinauf zum Gipfel.)
Blick zurück:
Rechts aussen ist die Autokolonne 
(vermutlich mit samstäglichen Einkaufs-Touristen) zu erkennen.



Zweimal führen kurze Abstecher direkt ans Seeufer.
Dazwischen liegen hinter hohen Sichtschutzwänden 
feudale Villen umgeben von grossen Parkanlagen.

Blick durch ein Torgitter in einen Villenpark am Nordufer der Seebucht.

Es folgt der steile Aufstieg 
zum Monte Caslano.
Wir sind froh, hier im Schatten hochkraxeln zu können. 
Es herrschen heute nämlich sommerliche Schwitz-Temperaturen.

Obwohl kein offizieller Wanderweg  
ist dieser Aufstiegsweg gut unterhalten 
und weist an einer etwas ausgesetzten Stelle sogar neue Wegsicherungen auf. 

Wir erreichen hier den markierten Wanderweg 
durch den Parco naturale del Monte Caslano
Hier vorbei sind wir auf der Wanderung im Februar 2013 nach Caslano abgestiegen.



Parco naturale del Monte Caslano:
Die Angaben auf diesen Infotafeln 
sind auch in der deutschsprachigen Info-Broschüre enthalten.
Hier im Bild die Tafel 9: "Der Kastanien-Niederwald"

Ein erster Tiefblick .......
..... auf die Seebucht östlich der Seeenge zwischen Lavena und Torrazza.

Monte Caslano, 510m:
Um 12 Uhr erreichen wir den Gipfelwegweiser, nahe beim Gipfelkreuz. 
Der Monte Caslano hat zwei Gipfelpunkte:
P. 526 / Cimalmonte
P. 523 / Sassalto (nahe beim Gipfelkreuz)
Für die Orientierung auf den vielen Wegen und Trampelpfaden, 
welche die dicht bewaldete Hügelkuppe überziehen, 
 ist das GPS-Gerät recht hilfreich.

Bei der Gipfelkapelle ......

........ blicken wir über die senkrecht abfallende Nordostflanke 
hinunter auf Caslano (links) und Magliaso (oben).
 Dazwischen liegt das Flussdelta der Magliasina, 
welches wir später durchqueren werden.

Der Flugplatz von Lugano-Agno.

Blick über Bergdörfer des Malcantone 
zum Monte Lema (oben links).


Auch beim nahen Gipfelkreuz .....
........ blicken wir nochmals 
schwindelerregend in die Tiefe auf Caslano hinunter, 
wohin wir anschliessend absteigen werden.

Abstieg in der Mittagssonne Richtung Caslano, 
über den Weg, auf welchem wir vor zwei Jahren aufgestiegen sind.

Eine prächtige und baumfreie Aussichtsstelle .....

..... über den südwestlichen Seearm des Luganersees.
Rechts oben der Monte Arbòstora, an dessen Südfuss Morcote liegt.

Auf dem See herrscht reger Betrieb:
Wir sehen zwar keine Segelschiffe, hingegen .....

....... Schnellboote mit Wasserskifahrern im Schlepptau .....

........ und Paddler, hier bereits weit draussen im See.

Dieser Platz mit Aussicht und Sonne bietet sich für die Mittagsrast an.

Nach solchen Kurveneinlagen
muss ein Wasserskifahrer schon mal herausgefischt werden.

Wir setzen den Abstieg fort,
hier entlang von den senkrechten Felsen
auf der Monte-Caslano-Ostseite.
Unten am Seeufer .......

....... treffen wir auf fröhlich bis hungrig gestimmtes Volk
(in Erwartung der Raubtierfütterung?).

Nah über dem Seeufer umrunden wir nun den Inselberg ......

...... auf einem sehr schönen Weg.





Kurz vor Torrazza 
kommen wir an der Ruine des Kalk-Brennofens vorbei.
(Infos dazu habe ich im Bericht vom 07.02.13 eingefügt.)



Lavena

Ponte Tresa

Caslano, 272m

Die Gelateria San Domenico .....

....... mit verlockendem Angebot.
(Claudia hat bereits vorgängig von ihrer Schwester diesen Tipp erhalten.)

Blick zurück zum Monte Caslano.







Ein golfballfressendes Ungeheuer  
im Gelände des Golf Club Lugano bei Magliaso.


Die Magliasina ......

........ bei ihrer Mündung in den Lago di Lugano.

Nochmals ein Blick hinüber zu den Denti della Vecchia und zum Monte Boglia.
Siehe dazu Blog-Beitrag:
01.06.13 / Zwei Tage "Lugano Trekking"

Über der Ostwand des Monte Caslano .....

....... sind im Zoomblick das Gipfelkreuz und die kleine Kapelle zu erkennen.
Klettern am Monte Caslano:
http://www.rauchquarz.ch/klettern/2012/caslano/index.html

Magliaso Stazione, 290m:
Wir gehen noch weiter 
bis zur zweiten Bahnstation in Magliaso .......

....... nach Magliaso Paese, 
wo wir vor zwei Jahren losgelaufen sind.

Um 15:30 Uhr fahren wir von Magliaso zurück nach Lugano.

Herzlichen Dank
an Claudia für die Begleitung.
Beat

INFOS zur Route:
- luganoturismo.ch / Infoblatt in Deutsch als PDF: Parco naturale del Monte Caslano
- myswitzerland.flaggy.ch: Rundwege am Sassalto / Monte Caslano 
- wanderland.ch: Parco naturale del Monte Caslano
- gps-tracks.com: Smaragdweg Tessin - Provinz Varese / Etappe 10
- rotpunktverlag.ch: Monte Caslano

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