Sonntag, 1. Februar 2015

Wanderung im grenznahen Italien: Chiasso - Como

Wie schon vor einem Jahr sind wir gestern Samstag an die Südspitze der Schweiz nach Chiasso gefahren und haben dort die Grenze zu Italien überquert. Erneut sind wir entlang dem Grenzzaun über die 900 Treppenstufen der "Scala del Paradiso" aufgestiegen. Während wir am 25. Januar 2014 vorbei am südlichst gelegenen Grenzstein, dem "Punto Estremo Sud della Svizzera", in die Schweiz zurückgekehrt sind, haben wir gestern die Wanderung über italienisches Gebiet, über den Sasso di Cavallasca im "Parco Spina Verde", bis nach Como fortgesetzt. 

ROUTE:
Chiasso, 238m -
"Scala del Paradiso" -

Sasso di Cavallasca:
P. 526 (Fortino del Monte Sasso)
P. 587 (Azienda Agricola "L'Agrifoglio")
Aussichtssichtspunkt über dem Dorf Cavallasca
Aussicht auf Como beim P. 614

Abstieg nach Como:
Uferpromenade / Porto / Dom
Rückfahrt ab Bahnstation Como S. Giovanni, 216m

Mit dabei:
Martha, Stefan, Manuela, 
Katharina, Bettina, Kurt, Judith

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
2015-01-31 Chiasso-Como
  
Einer von mehreren Aussichtspunkten im "Parco Spina Verde", 
hier mit Blick auf den Comersee und die Stadt Como.

Aufgezeichnete Route zwischen Chiasso und Como.  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 14 km, 500 m auf- und abwärts.

Gegen 11 Uhr beginnen wir die Wanderung in Chiasso 
mit dem Grenzübertritt nach Italien 
und betreten hier bereits das Stadtgebiet von Como, 
nämlich den Stadtteil "Ponte Chiasso". 
Nach der Überquerung des Sasso di Cavallasca (zwischen 12 und 13 Uhr) 
erreichen wir um 14:30 die Seepromenade in Como. 
Um 15:30 Uhr beenden wir die Wanderung beim Bahnhof Como S. Giovanni.


Hier beginnt der Treppenweg "Scala del Paradiso", 
welcher über 900 Treppenstufen rund 200 Höhenmeter überwindet 
und dem maroden Grenzzaun entlang führt.
Im Gegensatz zur Darstellung in der OpenStreetMap (rechts) 
ist der Treppenweg "Scala del Paradiso" 
in der swisstopo-Karte (links) nicht eingetragen.

Interessante Infos zum Treppenweg "Scala del Paradiso" 
(inkl. Beschreibung des etwas verborgenen Zustiegwegs) 
sind in diesem Artikel von Peter Faesi enthalten. 
Tessiner Zeitung / 13.04.12:
900 Treppenstufen zum Paradies





Müder Grenzzaun, mehr liegend als aufrecht stehend.




Zahlreiche Wegweiser und Info-Tafeln leiten durch den "Parco Spina Verde".



Parco Regionale Spina Verde:
Sentiero 7 - Cavallasca
mit den Festungsanlagen "Fortino del Monte Sasso"




Schützengräben am Sasso Cavallasca (P. 526):
Da Italien 1915 aus dem Dreibund austrat und Österreich den Krieg erklärte, 
musste es mit einem Angriff von Deutschland rechnen. 
Um sich vor diesem Einfall, der ja durch die Schweiz hätte erfolgen müssen, 
zu schützen, befiehlt General Cadorna den Bau eines umfangreichen Befestigungssystems, 
das vom Simplon bis ins Veltlin reicht. 
In drei Jahren, zwischen 1915 und 1918, 
sind 72 km Schützengräben und 88 Artilleriestellungen 
sowie Hunderte von Kilometern an Fahrstrassen und Fusswegen gebaut worden. 
Das kleine Fort am Sasso Cavallasca 
beeindruckt vor allem durch die raffiniert angelegten Schützengräben, 
die gefahrlos besichtigt werden können.
Quelle: Peter Faesi / Tessiner Zeitung / 13.04.12  










Wir betreten das parkartige Gelände der Azienda Agricola "L'Agrifoglio"
(Sasso di Cavallasca / P. 587)

Die Website lädt zum Besuch ein: 
Benvenuti su
www.agriturismolagrifoglio.com

 A tre minuti dal centro di Cavallasca su di una magnifica
collina l’Agrifoglio gode di una vista panoramica su tutta
la Brianza e Milano oltre alla tranquilla posizione ed il
verde immenso che ne fa da cornice.





Links hinten .....

.... ist das Monte-Rosa-Massiv zu erkennen.





Mittagsrast







Cavallasca



Aussichtsplattform mit Blick nach Westen ....


...... und kurz darauf stehen wir auf einem weiteren hölzernen Aussichtsbalkon,
nun mit Blick auf die Stadt Como und den Comersee.



Die Seebucht bei Como mit den Hafenanlagen. 
Rechts oben ist der Dom zu erkennen 
und rechts unten liegt das Fussballstation.



Hier ein Zoomblick nach Norden, vermutlich zum Monte Generoso.

Steiler Abstieg über Bikespuren.

Das letzte Wegstück am Nordhang des Monte della Croce verläuft über Asphalt.





Eine eingeschlagene Wegspur, 
um vorübergehend von der Asphaltstrasse wegzukommen, 
erweist sich als "Holzweg" .......

....... und wir müssen umkehren.
Das letzte Wegstück im Abstieg nach Como 
mit der Route unseres abschliessenden Stadtrundgangs.  
x: Hier war kein Durchgang möglich. 
Das Gelände ist umzäunt, die Zufahrtswege sind mit Gittertoren abgesperrt. 
Und ein Trampelpfad erweist sich als "Holzweg".


Blick durchs untere Gittertor ins unzugängliche Park- und Villengelände.

Hinten am Hang ist die Trasse der Standseilbahn 
von Como hinauf zum Bergdorf Brunate zu erkennen.


Um in die Stadt und an den Comersee zu gelangen, 
muss hier die Bahnlinie Como - Chiasso unterquert werden.


Chiesa di San Giorgio


Die Seebucht von Como 
dient auch als Lande- und Startplatz für Wasserflugzeuge.







Soeben wird ein Flugzeug ins Wasser geschoben, ......

........ damit es die Seeoberfläche als Startbahn benützen kann.



Schön breite und lange Uferpromenade.



Rechts hinten die Kuppel des Doms zu Como.

Como - Brunate (Standseilbahn)





Von der Piazza Cavour am See 
gehen wir über die Via Plinio zum Dom.

Dom zu Como
Der Dom zu Como (italienisch: Cattedrale di Santa Maria Assunta, 
auch Duomo di Como) ist die Kathedrale des Bistum Como. (.....) 
Der Dom wurde als letzte der gotischen Kathedralen in der Lombardei erbaut. 
Die Bauarbeiten begannen im Jahre 1396, 
rund zehn Jahre nach der Grundsteinlegung des Mailänder Doms, 
und dauerten etwa dreieinhalb Jahrhunderte. 
Während dieser Zeit flossen zahlreiche Baustile in den Dom ein. 
Dominierender Baustil ist jedoch der ursprüngliche Stil der Spätgotik 
bzw. Frührenaissance geblieben. 
Quelle (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_Como






Da gerade eine Abdankungsfeier beginnt, 
verzichten wir auf einen Besuch im Innenraum des Doms.




Ankunft beim Bahnhof Como S. Giovanni
(Das Ticket für die fünfminütige Rückfahrt nach Chiasso 
kann für 1.30 Euro am Kiosk in der Bahnhofshalle gelöst werden.)

Allen herzlichen Dank 
für die Begleitung.

Kommentare:

  1. Herzlichen Dank für die tolle Wanderung und den Blog. LG Martha

    AntwortenLöschen
  2. Also zu empfehlen ist sicherlich auch mal eine Wanderung in Südtirol. Das Vigiljoch eignet sich hervorragend und ist dazu mit toller Flora besiedelt. Ich freue mich immer sehr auf die Wanderungen dort und finde das Klima auch angenehm

    AntwortenLöschen