Samstag, 4. Mai 2013

Rundwanderung ab Muolen / SG und Flussüberquerung mit der Sitterfähre

Heute Samstag war ich mit Gisella & Gruppe (inkl. zwei Hunden) durch die blühenden Obstgärten in der Ostschweiz (SG / TG) unterwegs. Mit der Flussfähre haben wir bei Gertau (Gärtaa) die Sitter überquert.

ROUTE:  Muolen (479m) - Rohrenmoos (527m) - Finkenbach (540m) - Sitterbrücke / Roten (506m) - Lemisau (499m) - Gertau Sitterfähre (489m) - Degenau (496m) - Blidegg (537m) - Rotzenwil (531m) - Hagenwil / Wasserschloss (485m) - Muolen (479m)

Weitere Fotos im Picasa-Webalbum:
 


Streckenlänge ca. 17 km; 250 m auf- und abwärts 
 (Route dargestellt auf swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

   
Gegen 10:30 beginnen wir unsere Wanderung bei der Bahnstation in Muolen / SG (Bahnlinie St. Gallen - Romanshorn). Kurz nach 14 Uhr, nach dem Mittagessen in der Gertau, werden wir die Sitterfähre besteigen. Beim Wasserschloss in Hagenwil, wo wir nochmals einkehren, kommen wir um 15:30 an und zurück in Muolen sind wir um 17 Uhr.
 
Die Bahnstation Muolen liegt rund 1 km östlich des Dorfzentrums.

Durch blühende Wiesen und Obstgärten

Nuba, Gisellas Vierbeiner

Wir rätseln, welcher Tiergattung wir hier begegnen: 
Vermutlich sind diese neugierigen Tiere Wasserbüffel
deren Milch zu Mozzarella verarbeitet wird.



Wie auf einem Laufsteg

Zoomblick auf St. Pelagiberg mit der Wallfahrtskirche

Baghira

Wir laufen nicht etwa querfeldein, 
sondern auf dem markierten Wanderweg!
Blick über das Tal der Sitter. 
Hinter den Tannenwipfeln (am unteren Bildrand) verbirgt sich die Rotenbrücke, die wir demnächst überqueren werden.
Rund 10 km entfernt: der Bodensee


Bei Finkenbach


Die Sitterbrücke bei Roten (die Rotenbrücke) ist nicht nur Wandernden vorbehalten. 
In der Brückenmitte betreten wir den Kanton Thurgau.  
Wir gehen nun auf der linken Flussseite flussabwärts bis zur Gertau, wo wir mit der Sitterfähre wieder auf die rechte Flusseite hinüber wechseln werden.

Die Natur zeigt gegenwärtig all ihre Grüntöne



Ankunft in der Gertau

Im Restaurant Gertau essen wir Zmittag ......

....... heute lieber drinnen statt draussen!

Die Gertau-Gänse halten mich auf Distanz

Grossandrang bei der Sitterfähre Gertau
   
Unweit von Lemisau, dort wo die Sitter zu einer schwungvollen Flussschleife ausholt, vertraut sie sich ganz thurgauischem Gebiet an und bewahrt, etwas weiter unten, beim Hof Gertau, mit der letzten Fähre ein Stücklein Flussromanik. 
Dort führte der Weg nach St. Pelagiberg und auch zum Kloster St. Gallen, den einst die Pilger nahmen. In späteren Jahren entdeckten Wanderer und Schulklassen dieses liebenswerte Überbleibsel aus vergangener Zeit und mit ihm das stille, schöne Land der Sitter. Am Weg zur Fähre steht die Kapelle St.Nikolaus und Magdalena zu Degenau mit ihren romanischen Wandmalereien aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Nun, so ganz problemlos war die Erhaltung der Fähre bis in die heutige Zeit auch wieder nicht. Hätten nicht Generationen der Familie Scheiwiler über nahezu drei Jahrhunderte hin diesen Fährdienst wie ein Pfand weitergegeben und wäre ihnen der Verdienst näher als ihre einst übernommene Aufgabe gestanden, würde diese Fähre-Tradition längst abgebrochen sein. Noch zur Zeit Albert Scheiwilers, des letzten Fährmanns dieser Familientradition, konnte man sich für 30 Rappen über den Fluss setzen lassen.
Das Fährboot hängt mit einer starken Kette an einer Rolle, die über ein kräftiges Drahtseil läuft, welches in einigen Metern Höhe übers Wasser gespannt ist. Die eine Kette ist vorn am Schiff befestigt, die andere wird an der Seite eingehängt, so dass das Boot immer schräge zum daherziehenden Wasser steht. Die an der Schwiffswand aufprallenden kleinen Wellen stossen so das Boot langsam vorwärts.
Aus "Brücken und Fähren im Thurgau" / Verfasser: Alfred Etter, Weinfelden



Nach dem Mittagessen lassen auch wir uns von Werner Attinger, 
dem Wirt und Fährimaa der Gertau, über die Sitter schippern.

Die Sitter 
Die drei Quellbäche der Sitter, der Wissbach, der Schwendibach und der Brühlbach entspringen im Alpstein und vereinigen sich bei der Ortschaft Weissbad zur Sitter. Ihr Einzugsgebiet hat eine Grösse von 340 Quadratkilometern, liegt zwischen 2'502 und 470 m ü. M. und hat von den Quellen bis zur Einmündung in die Thur bei Bischofszell eine Länge von 49 km.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sitter

Vorbei an der Kapelle Degenau und ......


.... und vorbei am Schloss Blidegg ....
.... verlassen wir das Sittertal und kommen zum Weiler Blidegg, 
wo ich vor 50 Jahren die Primarschule besucht habe. 
Vor einem Jahr ist diese Schule für immer geschlossen worden. 
Zuvor sind alle ehemaligen und gegenwärtigen Schüler und Lehrer nochmals zu einem Abschiedsfest eingeladen worden:
02.06.12 Kurzwanderung: Sitterdorf - Blidegg / 50 Jahre zurück in die Schulzeit

Erst bei genauerem Hinschauen bemerken wir, dass dies eine Waage ist.

Vom (angekündigten) Regen haben wir nur die Wolken zu sehen bekommen.



Nachdem wir kurz nach der Blidegg wieder Sankt-Galler-Gebiet durchquert haben, kommen wir in Hagenwil wieder in den Thurgau.

Im Wasserschloss Hagenwil schalten wir einen Glacé-Halt ein.
  
Das Schloss Hagenwil ist eine Wasserburg in der Gemeinde Amriswil.
Es wurde anfangs des 13. Jahrhunderts erbaut. Erstmals erwähnt werden die Herren von Hagenwil ebenfalls in dieser Zeit. Rudolf von Hagenwil soll am Kreuzzug Friedrichs II. teilgenommen haben und später einen Grossteil seines Besitzes dem Kloster St. Gallen geschenkt haben. Dieses setzte in den folgenden Jahrhunderten verschiedene Lehensherren auf das Schloss wie die von Breitenlandenberg oder von Paygrer. 1504 waren die Herren von Bernhausen Eigentümer der Burg. Im Dreissigjährigen Krieg wurde sie von schwedischen Truppen geplündert. 1684 liess Abt Gallus die Burg in eine Sommerresidenz für die Äbte ausbauen; die Jahreszahl 1741 am Haupttor bezieht sich darauf. Nach Aufhebung des Klosters 1806 kaufte es der damalige Verwalter Benedikt Angehrn. Heute ist es in siebter Generation im Besitz der Familie.

Die Zugbrücke über den Wassergraben, der das Schloss umgibt.

Schlussetappe (weiterhin ohne Regentropfen) von Hagenwil ......

........ zurück nach Muolen

Herzlichen Dank an Gisella für die Organisation dieser schönen Wanderung.
Beat

Kommentare:

  1. Danke Beat für den Blog und danke an Gisella für diese Idee. Eine sehr schöne Gegend. LG Martha

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  2. Danke für diesen herrlichen Wandertipp! Wunderschöne Bilder! Da kommen mir einige Dinge sehr bekannt vor.
    Liebe Grüsse Yvonne

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