Dienstag, 3. Dezember 2013

Flussaufwärts, der Reuss entlang: Mellingen - Bremgarten (AG)

Heute Dienstag habe ich eine Reussuferwanderung im Kanton Aargau unternommen. Zwischen Mellingen und Bremgarten bin ich flussaufwärts gewandert, bis Gnadental auf der in Fliessrichtung rechten Uferseite und ab Gnadental bis Bremgarten linksufrig. 

ROUTE:
Mellingen (350m) -
Gnadental Brücke (354m) -
Seitenwechsel auf linke Flussseite
Fähre Sulz (359m) -
Bremgarten (364m / 386m) 

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
 


Wanderroute zwischen Mellingen und Bremgarten (AG)
Streckenlänge ca. 14 km, unbedeutende Höhendifferenzen
Mellingen -> Gnadental: am rechten Ufer
Gnadental -> Bremgarten: am linken Ufer
(Der Kartenausschnitt ist um 45° nach links gedreht)

Im alten Aargauer Städtchen Mellingen beginne ich um 09:30 Uhr die Wanderung 
auf dem Reussuferweg in Richtung Gnadental - Bremgarten. 
In Mellingen bin ich von der Bahnstation Mellingen-Heitersberg her
 mit dem Postauto angekommen 
und in Bremgarten werde ich kurz nach 13 Uhr eintreffen.

Der Zeitturm über dem Lenzburgertor in Mellingen. 
Die Zeitanzeige auf dem Zifferblatt ist erklärungsbedürftig:
Der äusserste Kreis zeigt die zwölf Stundenzahlen in römischen Ziffern (Zeiger in Form einer Hand), im zweiten Kreis zeigt ein Sonnenstab auf die ausgeschriebenen Monatszahlen, im dritten Kreis zeigt eine Lanze auf die Tierkreiszeichen, während im innersten Kreis ein Pfeil die astronomischen Tagessymbole markiert. Zusätzlich befindet sich unter dem Dachansatz ein kleineres Zifferblatt mit dem Minutenzeiger und einer sich drehenden Kugel für die Anzeige der Mondphasen. 
Quelle (Wikipedia): Zeitturm (Mellingen)
Der Habsburger Doppeladler zeigt hier deutlich, wer das "Sagen" hat(te).

Nach Überquerung der Reussbrücke bin ich nun auf dem Reussuferweg. 
Zwischen Mellingen und Gnadental 
verläuft nur entlang dem rechtsseitigen Flussufer ein Wanderweg.


Die Sonne lässt sich heute nicht blicken 
und die Reuss sorgt für zusätzliche Nebelbildung.



Deutliche Wegmarkierung mittels Einsatz einer Motorsäge.



An steilen Uferpartien entfernt sich der Weg stellenweise vom Fluss.



Bei Gnadental (Gnadenthal) wechsle ich aufs linksseitige Flussufer, .......

..... während der markierte Reussuferweg weiterhin rechtsufrig bleibt.

Immer mal wieder liegen im Flusslauf riesiggrosse Felsblöcke 
und warten geduldig auf die Weiterreise.

Auf dem Areal des früheren Klosters Gnadenthal 
befinden sich heute ein schönes Restaurant (links) 
und das Pflegeheim Reusspark.

Das Restaurant Gnadenthal

Die Klosterkirche Gnadenthal



Achtung: Steilufer 
Zwischen Gnadental und Göslikon hat man stellenweise die Wahl
zwischen einem Weg aussen am Waldrand .....

...... und einem abenteuerlicheren Trampelpfad  
entlang der Abbruchkante über dem Steilufer.




Nicht überall fliesst die Reuss so ungezähmt wie hier.





Zwischen Bremgarten und Gebenstorf, kurz vor ihrer Mündung in die Aare, 
kann die Reuss mit Kanus durchpaddelt werden:
Vom malerischen Städchen Bremgarten aus begibt man sich auf eine Reise mitten durch eine der grössten Naturlandschaften des Mittellandes. Die Reuss mäandriert in grossen Schleifen zwischen sattgrünen Ufern, die in ihrer gesamten Länge unter Naturschutz stehen.
Der Fluss selbst ist dabei sehr abwechslungsreich. Verschiedene Stromschnellen erfordern Aufmerksamkeit und in den ruhigeren Stücken kann man auf Erkundungstour um zahlreiche Inseln kurven. Vorbei am Kloster Gnadenthal, dem schönen Städtchen Mellingen und schliesslich durch eine dunkle, abgeschiedene Waldschlucht paddelt man auf der flotten Strömung dem Ausstieg in Gebenstorf entgegen.
Quelle: http://www.kanuland.ch/de/routen/route-090.html 


Immer mal wieder sind kurze Abstecher direkt ans Flussufer möglich.

Hier besteht kaum ein Überschwemmungsrisiko, 
die Reuss hat sich mehrere Meter tief in den Talboden eingegraben.









Kommt Zeit, kommt Fisch!





Der offizielle Reussuferweg liegt auf der gegenüberliegenden Flussseite, 
dafür verläuft hier auf der linken Flussseite ein Teilstück des Freiämterwegs.

Der Weg verläuft auf dem Damm zwischen der korrigierten Reuss (links) 
und einem stillgelegten alten Flussarm.

Ankunft bei der Reussfähre Sulz
dem einzigen Flussübergang zwischen Gnadental und Bremgarten, 
der aber nur im Sommerhalbjahr in Betrieb ist.
Die Reussfähre zwischen Sulz und Fischbach. 
Gut zu erkennen auf diesem Kartenausschnitt 
sind auch die stillgelegten früheren Fluss-Schlaufen:
"Tote Reuss" / "Alte Reuss" / "Stille Reuss".

Korrektur des Reusslaufs im Gebiet Eggenwil, Sulz, Fischbach.
(2): "Tote Reuss" / (3): "Alte Reuss / (4): "Stille Reuss" 
Quelle: http://www.eggenwil.ch/documents/Projektbeschrieb_Christoph_Flory.pdf

Anlegestellen der Reussfähre zwischen Sulz (drüben) und Fischbach.



Hier sind Biber am Werk. 
Ihr Geheim-Plan: 
Die Reuss aufstauen und das Reusstal bis hinauf nach Luzern unter Wasser setzen.
Bald liegt somit auch Bremgarten am Vierwaldstättersee.





Die Wasseroberfläche auf diesem Totarm der alten Reuss ist bereits zugefroren.

Auch für ihn gilt: Kommt Zeit, kommt Fisch!

Diese Brücke führt nicht ans gegenüberliegende Flussufer, .......


........ sondern bloss hinüber auf eine langgezogene Flussinsel.

Zahlreiche Bäume, .......

....... auch solche abseits des Ufers, werden demnächst bibermässig flachliegen.

Über den Schrägseilsteg und die anschliessende Treppe 
gelange ich hinauf ins Städtchen Bremgarten.

Der Wegweiser nach dem Steg verweist auf den rechtsseitigen Reussuferweg. 
Er entspricht zwischen Bremgarten und Mellingen 
der Etappe 4 des "Aargauer Wegs" (Route 42).

In Bremgarten sind die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt
welcher vom Donnerstag bis Sonntag stattfinden wird, voll im Gang.



Um 13:15 Uhr beende ich die Wanderung in Bremgarten.

Weitere INFOS:
- natuerlich-online.ch: Der Reuss entlang 
- stiftung-reusstal.ch: Wilde und gezähmte Reuss / Bremgarten - Gnadental - Bremgarten 
- wandersite.ch: http://www.wandersite.ch/Tageswanderung/682_Aargau.html

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