Donnerstag, 8. Mai 2014

Rund um den Alpnachersee mit dem Renggpass am Lopper

Heute Donnerstag haben wir den Alpnachersee umrundet. Dieser Seitenarm des Vierwaldstättersees liegt ungefähr je zur Hälfte in den Kantonen Ob- und Nidwalden. Von Stansstad her sind wir zuerst über den Lopper und den Renggpass nach Alpnachstad gelangt, von wo aus die Zahnradbahn zum Pilatus hochfährt. Auf der südlichen Seeseite, entlang dem Mueterschwanderberg und vorbei am Rotzloch haben wir schliesslich wieder Stansstad erreicht.

Mit dabei:
Kurt M., Valérie, Rolf & Rolf, Esther

ROUTE:
Stansstad (436m) - 
Acheregg (436m) - Lopperberg (570m) -
- Lopper-Höhenzug auf ca. 900 m -
Renggpass / Ränggpass (886m) -
Rüti (740m) - 
Alpnachstad (435m) -
Hinterberg / Sarner-Aa (436m) -
Hinter- / Ober- / Vorder-Rüti (610m) -
Rotzloch (437m) -
Stansstad (436m)  

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
  
Mueterschwanderberg und Stanserhorn über dem Alpnachersee

Rundwanderroute um den Alpnachersee  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 18 km; 800 m auf- und abwärts
Um 09:15 Uhr wandern wir beim Bahnhof Stansstad in Richtung Lopper / Ränggpass los. Zwei Stunden später sind wir auf dem Ränggpass. Um 13 Uhr erreichen wir Alpnachstad am westlichen Seeende und kurz nach 15 Uhr werden wir hier in Stansstad die Rundwanderung beenden. Für den 1700-Meter-Aufstieg, via Ränggpass, bis zum Pilatus-Gipfel (auf 2128 m.ü.M.) gibt dieser Wegweiser ein Gehzeit von rund 6 Std. an.

Hinter dem Bahnhof Stansstad fällt der Lopper-Höhenzug bei der Acheregg steil zum See ab. Am Grashang über der gelben Güterlok werden wir bald hochsteigen. Bis wir dort sind, müssen wir einen Weg durch das Strassengewirr und über die Seeenge finden.

Wir überqueren die Brücke, gelangen hinter den Fahnenstangen über eine seitliche Wendeltreppe unter die Brücke, unterqueren diese nach links und finden den Aufstiegsweg, welcher an der Lopper-Kapelle vorbei (in Bildmitte zwischen Kran und Bahnmast) hoch führt.

Blick auf das Seebecken bei Stansstad. 
Hinten der Zugang ins Engelbergertal, darüber die schneeweisse Brisen-Kette.

Aufstieg zur Lopper-Kapelle (links oben).

Auf der Aussichtsplattform vor der Lopper-Kapelle über der Acheregg.

Strasse, Zentralbahn und Autobahn 
führen dichtgedrängt über die Seeenge zwischen Lopper / Acheregg und Stansstad. 
Rechts hinten liegt der Bahnhof Stansstad, wo wir losgelaufen sind.
Stansstad, 1961 / Stansstad, 1988
Bildquelle: Lopper Dokumentarfilm (von Urs und Arnold Odermatt)

Stanserhorn und Rotzberg. 
Vorbei an den Steinbruchanlagen, unten am Rotzloch, 
werden wir am Nachmittag nach Stansstad zurückkehren.

Zoomblick zur Brisen-Kette, rechts der Brisen (2404 m.ü.M.).



Östlich der Seeenge bei Stansstad 
gehts obsi 
zum 10 km langen Höhenzug des Bürgenstock.
Auf dem steilen Zick-Zack-Weg .....
....... gewinnen wir rasch an Höhe. 
Hinter Stansstad liegt Stans und darüber ist das Buochserhorn zu erkennen.



Auf dem Alpnachersee verkehren Lastkähne und auch ein Kursschiff. 
Die Schiffe können die Brücken am Lopper unterqueren 
und so in die Hauptarme des Vierwaldstättersees gelangen.



Das Stanserhorn
zu dessen Gipfel seit Juni 2012 eine neue doppelstöckige "Cabrio-Luftseilbahn" 
mit offenem Oberdeck hinaufführt.

Dem Lopper-Südhang entlang: 
Steile und wieder flachere Wegabschnitte wechseln sich ab.

Nach einem Google-Bildvergleich 
tippe ich hier auf das Wetterhorn, das zwischen Meiringen und Grindelwald steht.





Die Baumwipfel erlauben einen ersten Durchblick zum Pilatus .....

....... und auf das südlich vorgelagerte Matthorn. 
In der Einsenkung zwischen Matthorn und Pilatus 
steigt die Zahnradbahn von Alpnachstad her hoch. 
Links am unteren Bildrand ist ein kurzes Trassenstück zu erkennen.

Und auch das westliche Ende des Alpnachersees ist zwischendurch nun zu sehen.

Wiederholt kommen wir am Lopper an solchen Stolleneingängen vorbei, 
wohl Zugänge zu Militäranlagen, 
vermutlich aus der Zeit des  Zweiten Weltkriegs.

Obwohl der Krafteinsatz von Rolf & Rolf hier stark zu wünschen übrig lässt,  .......

....... kann der Weg (zu 2/3 mit Frauenpower) freigelegt werden.





Hinten Sarnen und der Sarnersee, in Bildmitte das Dorf Alpnach.

Wetterhorn-Kette

Mönch und Eiger sowie (rechts aussen) vermutlich die Jungfrau.

Das Riedgebiet am Westufer des Alpnachersees 
werden wir am Nachmittag durchqueren.

Blick zurück und hinüber zum Haslihorn
mit 961 m.ü.M. die höchste Erhebung am Lopper.
Kurz vor dem Renggpass, 
der sich vorne im Wald 
vor dem übermächtigen Pilatus versteckt hält.
Punkt 11 Uhr: 
Das Kursschiff verlässt (hier im Rückwärtsgang) die Anlegestelle Alpnachstad, wendet 
und fährt via Stansstad, Hergiswil, Kehrsiten und Verkehrshaus zurück nach Luzern.



Ankunft auf dem Ränggpass / Renggpass.
(3:50 Std. bis Pilatus)

Gedenkstein "1291 / 1991" auf dem Ränggpass.
(vermutlich zum Anlass "700 Jahre Eidgenossenschaft" hier platziert)
Abgesehen von der grünen Hinterlassenschaft der Ueli-Maurer-Truppe
liegen die bedeutungsvollen Zeiten dieses Übergangs weit zurück: 
Der Renggpass ist ein uralter Übergang von Luzern ins Sarneraatal, 
er verbindet die beiden Dörfer Alpnach und Hergiswil.
Etliche archäologische Funde aus der Bronze- und der Römerzeit zeugen von seinen Benutzern. Der Renggpass war über lange Zeit neben dem Brünig und dem Kernwald eine wichtige Verbindung in die Nachbarkantone. 
Im Laufe der Zeit gab es dann auch immer wieder Kriege und Raubzüge.
Dem zunehmenden Strassenverkehr genügte er aber immer weniger. 
Mit der Eröffnung der heutigen Lopperstrasse im September 1859 war sein Ende besiegelt.
Bloss für das Militär war er noch interessant. 
Noch in den 1940er Jahren wurden Befestigungen gebaut.
Quelle: http://www.steinzeichen.ch/Renggpass.htm




 Inschrift "Renggpass 886 m.ü.M."
Eine Gedenkplatte auf dem Renggpass listet folgende Ereignisse auf:
1315: Fluchtweg der österreichischen Truppen unter Otto von Strassberg im Kriegsgeschehen um den Morgartenkrieg.
1567: Bau der Kappelle bei den Rengghöfen.
1798: Aufmarschachse der französischen Truppen für den Angriff gegen Nidwalden.
1802: vertrieben 240 Obwaldner und 260 Nidwaldner bei einem Überraschungsangriff Helvetische Truppen.

In knapp 4 Stunden führt der Weg vom Renggpass hinauf zum Pilatus-Gipfel.
Wir wählen natürlich wie geplant den Abstieg nach Alpnachstad.

Der Wegverlauf zwischen Renggpass und Pilatus-Gipfel.
Siehe hikr.org-Bericht: Über den Ränggpass zum Pilatus

Rolf von Rolf&Rolf gibt Entwarnung: Der Höhlenbär macht Siesta!

Aufnahme aus dem Blickwinkel des Höhlenbärs.



Der inzwischen aufgewachte Höhlenbär, 
aus sicherer Distanz geknipst von Rolf.


Ein Rastplatz wie bestellt ......

..... dank www.alpnach.ch

Dieses Pilzgericht gehört nicht zum Mittagsmenue!





Östlich des Brisen, hinter der Musenalp, ist hier vermutlich der Glattegrat zu sehen.

Hinter dem Westufer des Alpnachersees liegt der Militärflugplatz von Alpnach.



Zur Abwechslung folgt ein recht abenteuerliches Wegstück .....

...... mit der Über- bzw. Durchquerung des Wildbachs "Widibach".

Bei grösserem Wasserandrang könnte es hier schwierig werden.

Aufstieg aus dem Widibachtobel

Um 12:17 Uhr hat erneut ein Schiff in Alpnachstad abgelegt und fährt Richtung Luzern.

Ausnahmsweise ein "hartes" Wegstück, hier im Abstieg nach Alpnachstad.

Alpnachersee, Mueterschwanderberg, Stanserhorn. 
Über dem gegenüberliegenden steil abfallenden Seeufer und nach links ansteigend verläuft der nachfolgende Rückweg nach Stansstad.

Hier auf "Grossrüti, 620 m.ü.M." 
wurde vor einer Woche, am 7. März 2014, 
(nicht nur, aber auch) ein neuer Wegweiser geboren.

Im Mündungsgebiet von Chli Schliere und Sarner Aa 
ist am Alpnachersee eine malerische Ufer- und Insellandschaft entstanden.



Wir unterqueren die Trasse der Pilatus-Zahnradbahn ....

..... und werden beinahe .....

..... von vier zu Tale fahrenden Zugs-Kompositionen "überrollt".

Ankunft vor der Talstation der Pilatus-Zahnradbahn in Alpnachstad,
der weltweit steilsten Zahnradbahn.

Zwischen Alpnachstad und Stansstad liegen nochmals rund 2 Stunden Gehzeit 
mit 200 Höhenmetern auf- und abwärts.

Unterwegs ans gegenüberliegende Südufer des Alpnachersees.





Blick zurück zum Lopper-Höhenzug. 
Dort drüben bei den Felsbändern ist im vergangenen Herbst, 
am 23. Oktober 2013, ein F/A-18-Kampfjet zerschellt.

Pilatus und Matthorn

Auf dem Weg im Hinterbergwald ......

...... an der Nordflanke des Mueterschwanderbergs.

Blick Richtung Stansstad, oben rechts der Bürgenstock.

Von dieser Seeseite her ist der Renggpass-Sattel 
zwischen Pilatus und Lopper schön zu erkennen.

Soeben hat ein Kursschiff die Brücken 
bei der Seeenge zwischen Acheregg und Stansstad unterquert .....
....... und fährt Richtung Alpnachstad.

Gegenüberliegend der Höhenzug des Lopper, 
dem wir am Vormittag nur wenig unterhalb des Grates entlang gelaufen sind.


Wir erreichen das Rotzloch  (437m)
und sind damit zurück auf dem Niveau des Alpnachersees (434m).

Blick vom Rotzloch in die Rotzschlucht, 
welche wir vor einem Jahr durchquert haben. 
Siehe dazu den Pfanniblog-Beitrag vom 1. Mai 2013:
Durch die Rotzschlucht und über den Mueterschwanderberg am Alpnachersee



Entlang der Uferpromenade erreichen wir den Bahnhof Stansstad, 
wo sich der heutige Wander-Kreislauf schliesst.

Allen sei herzlich gedankt 
für die Teilnahme 
an dieser hügligen Umrundung des Alpnachersees.
Beat

Weitere INFOS (mit abweichenden Routen):
- Obwalden / wanderparadies.ch: Rund um den Alpnachersee
- hikr.org: Rund um Schattenberg

1 Kommentar:

  1. Tolle Wanderung, toller Rückblick. Herzlichen Dank Beat

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