Sonntag, 4. Mai 2014

Von Schwyz über Ränggen / Urmiberg nach Brunnen

Die Wanderung am heutigen Sonntag hat Martha organisiert. 
Wir sind von Seewen / Schwyz über den Ränggen 
(einen Einschnitt, bzw. Passübergang am Urmiberg) 
nach Brunnen am Vierwaldstättersee gewandert. 

Mit dabei:
Martha, Pia, Esther, Heidi, 
Daniel, Edith, Agnes, Werner (ein Stück weit)

ROUTE:
Seewen / Schwyz (455m) -
Bierkeller (450m) - Schwändi (647m) -
Ränggen (930m) - Unter Brunniberg (860m) -
- "Brunner Panoramaweg" -
(In den Blatten / Wyler)
Chräjen (575m) - Dörfli (570m) -
LSB Urmiberg Brunnen (436m) -
Brunnen Schifflände (435m) -
Bahnhof Brunnen 

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
 


Route von Seewen / Schwyz über den Ränggen am Urmiberg nach Brunnen 
 (auf swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 12 km; 650 m auf- und abwärts
Kurz nach 10 Uhr beginnen wir die Wanderung beim Bahnhof Schwyz in Seewen. Auf dem Ränggen, der höchsten Wegstelle der Wanderung (930 m.ü.M.), kommen wir gegen 12 Uhr an. Kurz nach 14 Uhr erreichen wir das Ufer des Vierwaldstättersees in Brunnen.  
So wolkenlos blau wie auf diesem Bild war der Schwyzer Himmel heute nicht:
Die Aufnahme stammt vom 16. April.

Das erste Wegstück bis zum Wegpunkt "Bierkeller" ......

....... verläuft auf dem Gehweg der Lauerzerstrasse, entlang dem Lauerzersee.

Am gegenüberliegenden Ufer des Lauerzersees liegt das Dorf Lauerz,
davor die Insel Schwanau 
und dahinter die wolkenverhangene Rigi-Kette.





Im kräftigen Nordwind und vor den Felswänden über dem Seeufer und der Strasse 
flattern die Flaggen .....

........ des KIBAG-Steinbruchs Zingel. 
Die Begehung der darüberliegenden Zünggelenflue zwischen Seewen und Ränggen 
weist gemäss Berichten auf hikr.org den Schwierigkeitsgrad T4 bis T5 auf.


Auf der knapp 6000 m² kleinen Insel Schwanau im Lauerzersee 
befinden sich eine Kapelle, ein Gasthaus, eine Festung und ein Baumhaus.

Beim Wegpunkt "Bierkeller, 450m" gab's früher Bier.
Heute beginnt hier unser Aufstieg Richtung Schwändi, 
hinauf zum Ränggen am Urmiberg.
Eigentlich funktioniert ein natürlicher Bier-Keller wie jener am Lauerzersee ganz simpel. Alle diese Keller liegen an Schutthängen. Denn letztere sind von Kaltluft durchströmt, sofern die Luft im Innern des Schuttes durch dessen Zwischenräume bis zum Fusse des Hanges absinken kann. Der absteigende Luftstrom im Gehängeschutt kommt dann zustande, wenn am oberen Teil des Schuttes Luft in den Schutt eindringt, sich im Innern abkühlt und durch die vielen Lufträume absinkt. Im untern Teil des Schutthanges tritt die Kaltluft in Form von so genannten Wind- oder Wetterlöchern wieder aus. Die absinkenden Luftmassen bewirken im obern Teil einen Sog, welcher wiederum warme, trockene Luft anzieht. Das im Schutt gespeicherte Wasser verdunstet und entzieht dabei dem Geröll Wärme. Dank Verdunstung kann laufend warme Luft abgekühlt werden, ohne dass dabei die Temperatur im Boden ansteigt. Die absteigende Luft nimmt bis zum Austritt im Wind- oder Wetterloch das verdunstete Wasser auf und erreicht dabei eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Quelle: http://www.gasthaus-kreuz.ch/reportagen_bierchaeller.htm





Die Zünggelenflue (östlicher Ausläufer der Rigi-Kette).

Diese beiden schwarz-weissen Grautiere ....

...... halten heute vergeblich Ausschau nach Werner, 
welcher in Schwyz einen verlorenen Gegenstand sucht (und auch finden wird).





Hinter dem Nordufer des Lauerzersees liegt das Dorf Steinen, 
dahinter (der deutliche) Sattel mit dem Übergang zum Morgarten am Ägerisee.

Das Gelände wird steiler, .....

...... und der Weg ist vom ausgiebigen Regen der vergangenen Tage 
ziemlich durchnässt und teilweise auch glitschig.
Das Delta der Steiner Aa im Lauerzersee. 
Hinten der dichtbesiedelte Campingplatz Buchenhof mit Seebad, 
welcher jeweils auch bei der Zugfahrt 
(zwischen Arth-Goldau und Schwyz) zu sehen ist.



Heidi beneidet den Hündeler:  
"Das ist ungerecht, Sie haben zwei Hunde, und ich habe keinen einzigen!"

Daraufhin meint der Hundebesitzer:  
"Ich habe dafür keine Frau!"

Ankunft auf dem Passübergang .....
..... "Ränggen, 930m", 
der höchsten Wegstelle unserer heutigen Wanderung.


Der Weg im Abstieg zwischen Ränggen und Unter Brunniberg
ist deutlich weniger feucht als zuvor jener auf der Schattenseite des Urmibergs.


Beim Wegpunkt "Unter Brunniberg, 860m" 
haben wir die Wahl zwischen den Wegrichtungen nach Timpel oder Schränggigen.

Wir entscheiden uns auf Unter Brunniberg 
für den weiteren Weg Richtung Schränggigen. 
Wer hingegen die Route nach Timpel (Obertimpel) wählt, 
kann dort einkehren und für den steilen Abstieg nach Brunnen 
auch die Urmiberg-Luftseilbahn benützen.
Frühlingsfarben am Südhang von Brunniberg / Urmiberg.

Blühender Bärlauch

Mittagsrast
Tiefblick auf Brunnen, rechts oben Seelisberg.

Das steile Felsenufer am Urnersee, ....

..... wo jetzt (um 12:40 Uhr) soeben eines der Vierwaldstättersee-Dampfschiffe 
bei der Anlegstelle unten am Rütli einen Zwischenhalt macht.

Über rund anderthalb Kilometer
gehen wir nun auf dem "Brunner Panoramaweg", 
welcher hier über eine breite, gekieste Waldstrasse verläuft. 
Im Hintergrund die Mythengipfel über Schwyz, 
die ebenfalls, wie heute die Rigi, von Wolken umhüllt werden.
Zoomblick zum Kloster Ingenbohl.

Da haben wir aber nochmal Glück gehabt!



Hinter Brunnen ist der Anfang der Axenstrasse zu erkennen.

Bei dieser Wegverzweigung 
verlassen wir den "Brunner Panoramaweg" Richtung Chräjen / Brunnen. 
Bergwärts wird ein blau-weiss-markierter Alpinweg zur Stockflue angezeigt.

Auch das kurze steil-abfallende Wegstück, auf welches wir nun wechseln, weist noch blau-weisse Markierungen auf, wird inzwischen vermutlich aber als rot-weiss eingestuft.

Die Mündung der Muota in den Vierwaldstättersee.

Am steilen Hang zwischen Chräjen und Dörfli ob Brunnen.




Blick hinauf zu den Felsen .....
....... Richtung Rigi Hochflue.

Einmal links ....

..... und einmal rechts.

An Bärlauch hats uns heute nicht gemangelt.

Hier hilft alles Küssen nichts: .....

..... Frosch bleibt Frosch.

Die Talstation der Urmiberg-Seilbahn,  
welche von Brunnen zum Timpel / Obertimpel hochführt.
Darüber die beiden Felsbastionen Stöckflue und Rappenflüeli.


Wir überqueren ....

...... die Muota, 
die etwas weiter vorne in den Vierwaldstättersee fliesst.

Heuwetter? .....

und / oder Badewetter?
(das ist hier die Frage)

Beengend wirkt er hier, der Urnersee. 
Rechts unten am Ufer ragt eine 20 Meter (ursprünglich sogar 40 m) hohe 
Felsnadel aus dem Wasser: der "Schillerstein".
1859 beschlossen die Urkantone aus Anlass des 100. Geburtstags von Friedrich Schiller, dem Autor des Dramas «Wilhelm Tell», den obeliskförmigen Stein in ein Schillerdenkmal umzuwandeln. Er wurde in Form eines Obelisken behauen und mit einer goldenen Inschrift versehen. Das Denkmal wurde vollständig aus dem vorhandenen Felsmaterial geschaffen, wodurch es nach wie vor auch als Naturdenkmal betrachtet werden kann. Am 21. Oktober 1860 erfolgte die Einweihung des Denkmals. Der Stein gehört heute zu den bekanntesten Touristenzielen der Zentralschweiz. 
Quelle (Wikipedia): Schillerstein

Uferpromenade bei Brunnen, 
rechts oben der Fronalpstock oberhalb von Morschach.

Noch immer lässt der Biswind die Fahnen kräftig flattern 
(und die Wolken an die Berge drücken).

Der "Platz der Auslandschweizer" in der Hafenanlage von Brunnen 
gehört zum "Weg der Schweiz", 
der um den Vierwaldstättersee führt. 
Der Weg der Schweiz und der Platz der Auslandschweizer sind auf Dauer angelegte Realisationen der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft im Jahre 1991.
Der Weg der Schweiz symbolisiert die Eidgenossenschaft in ihrer Gesamtheit. Er besteht aus 26 den Kantonen zugeordneten Etappen. Die Schweiz wäre aber unvollständig ohne ihre zahlreichen Staatsangehörigen im Ausland. Der Platz steht deshalb für die Zugehörigkeit der heute 700'000 im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer. (....)
Quelle (brunnentourismus.ch): Platz der Auslandschweizer

Schiffanlegestelle Brunnen
Brunnen Schifflände, 435m 
Zum Abschluss der Wanderung kehren wir noch in Brunnen ein.

Über den Bahnhof in Brunnen hinweg 
haben wir nochmals Sicht an den Urmiberg 
mit dem Übergang im Einschnitt des Ränggen.

Herzlichen Dank
an Martha und den Teilnehmenden 
für die Organisation und Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. Mich freuen deine Reportagen jeweils Beat! Sie sind immer sehr informativ und gut bebildert. Schön, dass ihr zusammen unterwegs sein konntet. Bin zur Zeit noch mehrheitlich am Flachwandern mit wenigen Höhenmetern, aber ab Mitte Juni dürfte es wieder zu etwas mehr reichen. LGr Sylvia (chipsy)

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  2. Hallo Beat vielen Dank für diesen wundervollen Blog. Es war ein sehr schöner Tag in guter Gesellschaft. LG bis bald. Martha

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