Dienstag, 30. Dezember 2014

Olivenbaumweg und Rundwanderung: Lugano - Castagnola - Gandria

Heute Dienstag sind wir aus dem tiefwinterlichen und trüben Norden ins Tessin gefahren und haben dort unter einem wolkenlosen Himmel einen schönen Wandertag deutlich über der Nullgrad-Grenze erlebt. Zwischen Lugano, Castagnola und Gandria haben wir den Olivenbaumweg (Sentiero dell'Olivo) begangen und sind anschliessend entlang dem Monte-Bré-Südhang und durch den San-Michele-Park (Parco San Michele) nach Lugano zurück gekehrt. 

Mit dabei:
Kurt, Stefan, Valérie, Roxane
In Lugano-Cassarate dazugestossen sind:
Renate und Jürg & Trudy 

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
LuganoGandria / 30.12.14

 Bilder von Renate:
Link zum Album: 2015-01-01
  


Rundwanderroute zwischen Lugano (Bahnhof) und Gandria. 
Der Olivenbaumweg verläuft zwischen Castagnola und Gandria, 
 weitgehend nahe dem Ufer des Luganersees.  
 (swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 16 km; 500 m auf- und abwärts.
Kurz vor 10 Uhr beginnen wir die Wanderung oben beim Bahnhof 
mit dem Abstieg durch das Stadtzentrum an den See. 
Gegen 11:30 Uhr kommen wir in Gandria an 
und um 15 Uhr sind wir zurück im Stadtzentrum von Lugano.

Vorbei an der Anlegestelle für die Schiffe nach Gandria.  
Links hinten am Hang unter dem Monte Brè liegt Castagnola, 
wo der Olivenbaumweg beginnt bzw. endet.

Jetzt im Winter 
verkehren die Schiffe zwischen Lugano und Gandria allerdings ganz selten 
und werden zeitweise durch Busse ersetzt. 
Siehe Winter-Fahrplan:  
http://www.lakelugano.ch/de/10/homepage.aspx

(Hie und da bieten die Möwen einen Überflug an.)
Im Stadtpark von Lugano: Parco Ciani / Parco Civico
Die Einmündung des Cassarate hier in den Luganersee 
war beim letzten Besuch hier (im November 2013) noch eine Baustelle. 
Nun ist die Neugestaltung abgeschlossen ......


..... und dieser schöne Holzsteg .....
...... mit anschliessender Fussgängerbrücke  
verbindet den Stadtpark mit dem Lido hier auf der anderen Flussseite.
Nachdem in Lugano-Cassarate 
noch Renate, Trudy und Jürg zu uns dazugestossen sind, 
steigen wir nach Castagnola hoch,
hier den Felsen entlang und vorübergehend im Schatten.

Drüben der Monte San Salvatore. 
Und links hinten ist der "Saurierberg" Monte San Giorgio zu erkennen.

In Castagnola treffen wir auf die grünen Wegschilder 
des "Sentiero dell'Olivio", .......

...... des Olivenbaumwegs, 
der bis hinüber nach Gandria verläuft.
Abbildung aus der Broschüre: Gandria - Castagnola / Der Olivenbaumpfad 

Im Wegstück zwischen Castagnola und San Domenico 
haben wir uns vorübergehend aus den Augen verloren: 
Ein Teil der Gruppe hat dort den oberen Weg eingeschlagen, 
während Roxane und ich unten durchgegangen sind. 
 Erst vorne in Gandria und mit Hilfe der Handys
haben wir uns gegenseitig wieder gefunden.





Die Sonne spielt "Versteckis".

Der Olivenweg ist auch ein Palmenweg.

Blick seeaufwärts.

Der Tourismus-Betrieb macht Winterpause.

Tafel 11 am Olivenweg: "Die Vermehrung des Olivenbaums".
Die Olivenkerne werden durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen. 
Olivenbäume in Kultur werden allerdings meist über Stecklinge vermehrt. 
Die so entstehenden Pflanzen sind genetisch identisch. 
 Damit haben die Jungpflanzen alle Eigenschaften 
der für die Vermehrung ausgewählten Mutterpflanze, 
sind aber auch alle auf gleiche Weise anfällig für Krankheiten und Schädlinge. 
Quelle (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum#Vermehrung

Über der Galerie verläuft die Autostrasse von Lugano nach Gandria 
und weiter über die CH-I-Grenze nach Porlezza ganz oben am Luganersee, 
welcher hier auch Lago di Ceresio heisst.



Zwei verschiedene Welten:
Hier das grüne Tessin ....
...... und hier, zuhause vor dem Fenster, heute am 31.12.14.
(Schneehöhe: ca. 30cm) 
Links haben sich die Nachbarskatzen eine Spur durch den Schnee gepflügt.


Ankunft in Gandria. 
Hier lohnt es sich, 
vor dem Kirchturm nach rechts abzuzweigen ..... 
...... und durch die engen Gassen 
bis zur Schiffanlegestelle unten am See abzusteigen. 
(Ich selber bin nun bereits zum fünften Mal hier in Gandria.
Da ich bisher beim Kirchturm immer nach links aufgestiegen bin, 
habe ich den unteren Teil des Dorfs und des Olivenwegs bisher verpasst.)




Ankunft unten am See bei der Schiffanlegestelle.

Gandria, 276m

Blick nach Italien:
Nicht ganz zwei Kilometer nach Gandria 
verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien 
quer über den See.

Nachdem hier an der Schiffanlegestelle in Gandria 
die Kontaktaufnahme per Handy möglich war, 
haben wir wieder zusammengefunden.

Zwischen Friedhof .......

........ und grossem Olivenbaumhain führt der Weg in einer Schlaufe 
hinauf zum Start- bzw. Endpunkt des "Sentiero dell'Olivo" 
oberhalb des Dorfs Gandria.








Wir wählen den gleichen Rastplatz, 
hier bei den Tafeln 1 /2 / 3, 
wie schon damals auf der Wanderung im Frühjahr 2013.



Renate wählt einen Platz mit geheizter Rückenlehne.
Die immergrünen, silbrigglänzenden Olivenbaumblätter 
veredeln die schöne Umgebung zusätzlich.



Am schattigen Seeufer gegenüber 
steht die "Cantine di Gandria" mit dem Schweizer Zollmuseum.

Am oberen Dorfrand verlassen wir Gandria, ......

...... wobei der Weg zuvor noch über eine private Terrasse führt: 

Privatbesitz
nur
Durchgang

Wir überqueren die Autostrasse 
und haben anschliessend einen kurzen steilen Aufstieg vor uns, 
bevor der Weg dem Hang entlang 
Richtung Ruvigliana / Castagnola nach Lugano zurückführt.





Auf dieser kleinen Waldlichtung mit weiter und freier Aussicht ......

...... entdecke ich in den Ästen den kümmerlichen Rest .....

....... dieser Hochzeitsballone, 
welche am 23.8.2013 in die Luft gestiegen 
und vor 16 Monaten hier hängen geblieben sind. 
(Oberes und unteres Bild habe ich am 10.11.13 hier geknipst.)

Bei der Wanderung im November 2013 
konnte ich mit dem Kamerazoom 
Name und Adresse des Hochzeitspaars erkennen. 
Ich habe ihnen daraufhin den Ballonfund gemeldet,
mit Bild und Angabe des Fundorts ....
....... und drei Wochen später diese beiden Fotos erhalten: 
Je ein Bild des Hochzeitspaars 
und ihres inzwischen geborenen Töchterchens Lea. 
Ich habe die beiden Fotos auf die heutige Wanderung mitgebracht. 

Diese Geschichte hat heute noch eine kleine Fortsetzung erhalten: 
Kurt M. hat nämlich den gleichen Familiennamen wie das Brautpaar. 
Und am Vormittag, auf dem Weg durch Lugano, 
sind wir zudem an einer Café-Konditorei vorbeigekommen,
welche ebenfalls den selben Deutschschweizer Namen trägt.
So haben wir beschlossen, zurück in Lugano, dort einzukehren, 
zwecks Stammbaumerforschung des M.-Clans und so. 
Nach ersten Erkenntnissen bestehen aber keine näheren verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Hochzeitspaar, der Luganeser Konditorenfamilie und Kurt. 
Im Café M. haben wir übrigens keine freien Plätze gefunden, 
so dass wir dann ins nächste Restaurant gezogen sind, 
wo Kurt zur "Entschädigung" die Runde übernommen hat.
Vielen Dank an Kurt!

Hier nochmals ein Blick von der Lichtung aus über den See 
und zum Monte San Salvatore hinüber.

Der Weg entlang dem steilen Südhang des Monte Brè 
ist stellenweise abrutschgefährdet.

Oberhalb von Ruvigliana verlassen wir den Wald.
Blick zum Seedamm zwischen Melide und Bissone.





Und gleich nochmals kommen wir zu einem schönen Aussichtsplatz, 
nämlich diesem, im Parco San Michele.

Ganz Lugano liegt uns hier zu Füssen.

Hinten die Monte Lema - Monte Tamaro - Kette.



Drüben am Hang liegt Cademario 
und rechts oben ist der Doppel-Gipfel des Monte Lema zu erkennen.








Zurück in Lugano-Cassarate .....

....... steuern wir wieder auf den Stadtpark und die Uferpromenade zu.
Hier im Bild der Sighignola, oberhalb von Campione,
zu dem Martha nächstens gerne hochsteigen möchte.





Nach dem Restaurantbesuch verabschieden wir uns 
von 
Renate, Trudy und Jürg 
und steigen über die vielen Treppenstufen 
zum Bahnhof hoch, .....
....... von wo nochmals ein Blick 
auf die nordöstlich gelegenen Tessiner Berge und Hügel möglich ist:
Hier der Monte Brè, ....

...... Gazzirola und Denti della Vecchia und ......

..... der Monte Boglia, dieser noch schneefrei.

Herzlichen Dank
an alle für die Begleitung
Beat

Frühere FF- & Pfanniblog-Berichte: 
- 10.11.13 / Olivenbaumweg Lugano - Gandria 
- 06.04.13 / Olivenbaumweg: Castagnola - Gandria 
- 16.02.13 / Rundwanderung über den Olivenbaumweg bei Lugano: Castagnola - Gandria 
- 05.02.12 / Auf dem Olivenweg von Castagnola nach Gandria und hinauf nach Brè

Weitere INFOS: 
- luganoturismo.ch: Der Olivenweg 
- Info-Flyer / PDF: Gandria Castagnola / Der Olivenbaumpfad Gandria

Kommentare:

  1. ein echter Kontrast zur verschneiten Alpennordseite und eine wunderschöne Wanderung zum Jahresausklang, Kurt

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  2. Eine einmalig schöne Wanderung, die uns nachhaltig in Erinnerung bleibt. Vielen Dank, Beat für deine super Vorbereitung, die fachkundige und informative Führung und deinen tollen Bericht mit die eindrücklichen Bildern. Ein Dankeschön auch an deine Schwester Renate für deren professionelle Fotos. Trudy + Jürg

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  3. Ein toller und spannder Bericht. Er hat meine Frau vor kurzem "gluschtig " gemacht und er hat auch mich überzeugt. Morgen 2.11.16 machen wir uns auf die Socken, natürlich zuerst mit Bus und Bahn bis Lugano. Andi

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