Mittwoch, 17. Juni 2015

Fürgangen - Grengiols im Goms / VS ("Goms Bridge" & Trusera Suone)

Heute Mittwoch sind wir ins Goms im Wallis gefahren. Gleich zu Beginn der Wanderung, in Fürgangen / Bellwald, haben wir die am letzten Sonntag (14.06.15) eingeweihte Hängebrücke "Goms Bridge" überquert. Die Brücke überspannt die Lamma-Schlucht mit der Rotten (Rhone) und führt hinüber nach Mühlebach / Ernen.
Von dort sind wir zur Trusera Suone aufgestiegen und dieser Wasserleite entlang gelaufen. Wir haben den Flusslauf der Binna im Binntal überquert und sind schliesslich ins Tulpendorf Grengiols abgestiegen.

ROUTE:
Haltestelle Fürgangen - Bellwald, 1202m -
Hängebrücke "Goms Bridge" -
Mühlebach, 1248m -
Aufsteig zur Trusera Suone / Ze Gadme ca. 1370m - 
Wasen (Wase / Zöüberwaud / Zauberwald), 1248m -
Brücke über die Binna, 1117m -
Hockmatta, 1198m - Binna, 999m
Grengiols Dorf, 975m - Haltestelle Grengiols, 890m

Mit dabei:
Martha, Manuela, Hans, Fredy, 
Cecile, Lies, Ursula, Miriam

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

   
"Goms Bridge" 
Die neue Hängebrücke zwischen Fürgangen (Bellwald) und Mühlebach (Ernen).

Route zwischen Fürgangen - Bellwald und Grengiols 
mit Überquerung der neuen Hängebrücke zwischen Fürgangen und Mühlebach.  
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Standort der neuen Hängebrücke  "Goms Bridge"
zwischen Fürgangen (Gemeinde Bellwald) und Mühlebach (Gemeinde Ernen).
Bildquelle: Flyer Hängebrücke Fürgangen - Mühlebach (online nicht mehr abrufbar).

Infokarte "Hängebrücke Fürgangen - Mühlebach":
http://www.landschaftspark-binntal.ch/pdf/prospekte/Haengebrucke_2015_Web.pdf

Streckenlänge ca. 14 km; 400 m aufwärts, 700 m abwärts.

Kurz nach 10 Uhr beginnen wir die Wanderung 
bei der Haltestelle Fürgangen - Bellwald, 
wo sich auch die Talstation der Luftseilbahn nach Bellwald befindet. 
Ein Teil unserer Gruppe ist via Bern / Brig angereist, 
die andere Hälfte aus der Gegenrichtung 
(d.h. via Göschenen / Andermatt) hier angekommen. 
Um 14:30 Uhr werden wir im Dorf Grengiols ankommen, 
dort einkehren und anschliessend für die Heimreise zur Bahn-Haltestelle absteigen.

Bereits bei der Bahn-Haltestelle erblicken wir die neue Hängebrücke, 
welche am vergangenen Sonntag offiziell eröffnet und eingeweiht worden ist

Die "GOMS Bridge" (in Englisch für Üsserschwiizer) ......

...... hat eine Länge von 280 m und 
überspannt 92 Meter über dem Rotten (Rhone) die Lamma-Schlucht.

Dieses Beton-Widerlager für die Verankerung der Tragseile,  
hier jenes auf der Seite von Fürgangen, 
hat ein Gewicht von 253 Tonnen (101 m3 Beton).

Beidseits je drei Tragseile leiten die Zugkräfte in die Verankerungen.







In der Brückenmitte (über der Rotten-Flussmitte) 
verläuft die Grenze der beiden Nachbargemeinden
Bellwald (mit Fürgangen) und Ernen (mit Mühlebach).

Kurze Schwindel-Attacke meinerseits .......

....... beim Tiefblick in die Lamma Schlucht.

Hier die Schwindelfreien, während die Schwindligen ......

........ noch irgendwo zwischen den Seilen und Drahtgittern hängen.

Mühlebach ist ein schmuckes Dorf mit schönen alten Holzhäusern. 
Auf dem Biel, einem Hügel mit schöner Aussicht, 
steht die St. Josefskapelle der Heiligen Familie.

Ein Dorfbewohner verwirft beim Blick auf die Hängebrücke seine Arme 
und verharrt in dieser Position.

Mühlebach, 1248m
Die St. Josefskapelle der Heiligen Familie, 
Barockbau von 1676, Hochaltar von 1680
-> Wikipedia: Mühlebach

INFO:
http://www.landschaftspark-binntal.ch/pdf/prospekte/Prospekt_Kapellen_2012.pdf 


Zur Erinnerung an György und Eva Sebök.



Es folgt nun der steile Aufstieg 
vom Dorf Mühlebach 
hinauf zur Suone / Wasserleite Trusera:
Die längste Wasserleite im Landschaftspark Binntal 
ist die Trusera, 
welche das nährstoffreiche Gletscherwasser 
vom Rappental durch den Ernerwald über den Wasen 
auf die trockenen Wiesen und Felder 
der Binnachra bringt. 
Im Sommer 2005 
wurde die Trusera wieder instand gestellt, 
nachdem sie zuvor viele Jahre lang 
nicht mehr in Betrieb war. 
Seit 2006 läuft das Wasser 
wieder auf der gesamten Länge. 
Ein Wanderweg von Mühlebach bis auf den Wasen 
begleitet die Trusera. 
Vor allem im Sommer 
ist der Weg durch den schattigen Wald sehr beliebt.
Quelle: landschaftspark-binntal.ch




Bei "Ze Gadme" erreichen wir die Trusera-Suone. 
Bevor der Suone in Fliessrichtung folgen, 
gehen wir noch rund 500 Meter in die Gegenrichtung, 
hinüber zur vermuteten Wasserfassung beim Milibach.






Der Milibach, 
aus welchem die Trusera Wasserleite 
ihr Wasser bezieht.
Hier kommt das Wasser aus dem unterirdischen Zufluss 
ans Tageslicht und füllt den Suonen-Graben.
(Die eigentliche Wasserfassung, unten am Milibach, ist nicht zugänglich.)

Wir gehen nun wieder zurück Richtung "Ze Gadme" 
 und folgen der Trusera-Suone in Fliessrichtung bis oberhalb Wasen.

Der Suonenweg ist schattig 
und erlaubt von Zeit zu Zeit Tiefblicke ins Rhonetal.




Ernen



Fiesch




Wasen (Wase / Zöüberwaud / Zauberwald), 1248m
http://www.zauberwaldernen.ch



Nach der schattigen Suonenwanderung gelangen wir nun,
hier in der Umgebung des Binntals,
in eine Landschaft im stahlenden Licht ......

...... und mit freien und schönen Weitblicken.





Auf diesem Steg .......

 .... überqueren wir die Binna:
Die Binna ist ein 18 km langer Nebenfluss der Rhone im Kanton Wallis. 
Sie entspringt am Fuss des Ofenhorns auf 2’530 m nahe der italienischen Grenze. 
Danach durchfliesst sie das Binntal und mündet bei Grengiols in die Rhone. 
Die Binna hat ein Einzugsgebiet von 47,5 km². 
Ihr grösster Nebenfluss ist das Lengtalwasser. 
Weitere Zuflüsse sind der Wissenbach und der Feldbach.
Quelle: myswitzerland.com: Binna

Dieser Mittags-Rastplatz .....

....... ist allen genehm, 
den Sonnenhungrigen wie auch den Schattenliebenden.

Aufbruch Richtung Hockmatta / Grengiols.



Ich armer Hund bin heiser!
Helft mir, was soll ich tun?

Hockmatta liegt hinter uns.
Der Weiler Hockmatta gehört zur Gemeinde Grengiols.
Der Weiler war ursprünglich ganzjährig bewohnt 
und zählte 1916 noch 92 Seelen in vierzehn Haushaltungen. 
Zu Beginn der siebziger Jahre verliessen die letzten Bewohner den Ort.



Diese Weg-Umleitung ......
...... gilt auch für die Biker.




Unerwarteter Gegenverkehr ......

....... auf zwei Schmalspuren.





Hier wählen wir die Abzweigung nach rechts, 
angezeigt auf dem unteren linken Wegweiser: 
"Grengiols Dorf-Naturweg 45 min" (zum Tulpenring)






Binna, 999m



Dies ein Anblick wie in einem falschen (Wüsten-) Film:
Die "Pyramide von Grengiols" 
(sie schützt die nachfolgende Brücke vor Lawinen).
(Info aus Tulpenring Grengiols)

Brücke über den Milibach ob Grengiols.

Tulpenring:
Die Grengjer-Tulpe (Tulipa grengiolensis) 
ist eine Pflanzenart in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). 
Es handelt sich um einen Endemiten, 
der nur auf dem Gemeindegebiet von Grengiols (Kanton Wallis / Schweiz) vorkommt. 
(.....)
Die Blütezeit liegt im Mai. 
Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. 
Die in zwei Dreierwirteln angeordneten Blütenhüllblätter sind 4 bis 5 cm lang. 
Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. 
Die Staubfäden sind kahl. 
Der dreilappige Narbenkopf ist ungefähr doppelt so breit wie der Fruchtknoten.
Quelle (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Grengjer-Tulpe


Von den Grengjer-Tulpen sehen wir jetzt, Mitte Juni, 
nur noch vereinzelte verblühte Exemplare, versteckt im hohen Gras.

Ankunft ......

...... im Dorf Grengiols, 975m.
(Für den Weg hinunter zur Bahnstation muss man weitere 20 Minuten einrechnen!)

Die restlichen Gruppenmitglieder 
haben sich ins dunkle Innere der "Grängierstuba" zurückgezogen, 
dorthin, wo die Getränke-Zapfstelle in der Nähe steht.

Landschaftpark Binntal:
http://www.landschaftspark-binntal.ch/


Die Tulpen, draussen auf den Wiesen, sind verblüht,
nicht hingegen dieser farbenprächtige Blumenschmuck an den Holzhäusern im Dorf.


Für uns heisst es Abschiednehmen von Grengiols:
Auf Wiedersehen, vielleicht im nächsten Mai, wenn die Grengjer Tulpen blühen.



Eine Auswahl aus dem umfangreichen Info-Material 
zum Landschaftspark Binntal:
http://www.landschaftspark-binntal.ch/de/service/info-material/info-material.php

Allen herzlichen Dank
für die Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. Hallo Beat herzlichen Dank für diese tolle Wanderung und den interessanten Rückblick. Gruss Martha

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  2. Wiederum ein super Wanderbericht von Beat!!! Einfach toll zum Lesen und in Gedanken mitwandern... LGr und Danke Sylvia (chipsy)

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  3. So geht es mir auch : Ich lese die Berichte sehr gern und schaue auch die Bilder immer gern an. Danke!
    lg Barbara (mammut)

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  4. Danke Beat, es war ein rundum schöner Tag. Lies

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