Mittwoch, 10. Juni 2015

Unterwegs am deutschen Bodenseeufer: Meersburg - Hagnau - Immenstaad

Heute Mittwoch sind wir nach Konstanz und von dort mit dem Bodenseeschiff nach Meersburg gefahren. Abwechselnd wanderten wir durch grosse Reb- und Obstgärten sowie dem deutschen Bodenseeufer entlang nach Hagnau und weiter bis kurz vor Immenstaad. Von dort gelangten wir auf dem schönsten Uferweg-Abschnitt zurück nach Hagnau. Eine weitere Seeüberquerung brachte uns schliesslich zurück nach Altnau am Schweizer Bodenseeufer. 

Mit dabei:
Kurt, Martha, Fredy, Sylvia

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Bilder von Martha:
Meersburg
(Kurz vor dem Anlegen des Schiffes von Konstanz her.)

Zwei Bodensee-Überquerungen
(Konstanz -> Meersburg und Hagnau -> Altnau)
und dazwischen eine Wanderung am und über dem deutschen Bodenseeufer.

Wanderroute Meersburg - Hagnau - Immenstaad - Hagnau. 
Streckenlänge ca. 17 km, 200 m auf- und abwärts. 
 (swisstopo mit map.schweizmobil.ch)
Blick vom Schiff zurück nach Konstanz, 
wo um 09:45 Uhr unsere dreissigminütige Seeüberquerung nach Meersburg beginnt. 
Die Wanderung beenden wir um 15 Uhr in Hagnau 
und um 16 Uhr kommen wir mit dem Schiff in Altnau an.

Das Schloss Seeheim

Dieser "Wagner"-Zeppelin wird uns den ganzen Tag über "verfolgen".



Ankunft im Meersburg

Über diese Rebhänge, zwischen Meersburg und Hagnau, führt unser Weg.

Das Staatsweingut Meersburg

Wir durchqueren die Unterstadt von Meersburg
gehen durch das Unterstadttor (vorne) .......

....... und über die Steigstrasse hinauf zum oberen Altstadtteil.  
Bildquelle: Stadtplan Meersburg




Unser Weg führt Richtung 
Hagnau (4.5 km) - Immenstaad (9.5 km), ........

....... vorerst noch nicht direkt dem See entlang, 
sondern weiter oben durch die Reben.
Über dem See ist das Konstanzer Horn (Hörnle) zu erkennen, 
welches ich anfangs März umwandert habe:
03.03.15: Uferweg-Wanderung am Bodensee (Konstanz / D)



Blick zurück auf Meersburg.
In der Bildmitte steht der Turm der Stadtpfarrkirche Mariä Heimsuchung.

Blick seeaufwärts: 
Kein gegenüberliegendes Ufer in Sicht, ......

....... darum übt Martha hier "Weinsicht" 
anstelle von Weitsicht.
Kriegsgräber- und Gedenkstätte Lerchenberg:
Die Deutsche Kriegsgräberstätte Meersburg-Lerchenberg ist ein Soldatenfriedhof am Höhenweg zwischen Meersburg und Hagnau für 69 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs, die während des Austauschs von schwerverwundeten deutschen Kriegsgefangenen gegen schwerverwundete französische und englische Kriegsgefangene über die neutrale Schweiz an ihren Verletzungen verstarben. 
Quelle: Wikipedia



Meersburg

Reger Schiffsbetrieb (mit Grossandrang zuvor in Meersburg).
Im Bild das BSB-Motorschiff "Stuttgart".

Gedenkstätte Lerchenberg

Nur kurz gehen wir hier auf dem Seeweg, .......

........ dann steigen wir wieder hinauf zum Rebhang, 
denn hier unten sind sehr viele Velos unterwegs. 
Zwischen dem Weg und dem Seeufer wächst dichtes Gebüsch. 
In regelmässigen Abständen sind aber Durchblicke und Zugänge zum See möglich.
Der Wanderweg dem See entlang ist auch eine vielbefahrene Veloroute.
ACHTUNG: Kein Witz! 
Kurz bevor meine Kamera (nicht ich) dieses Bild erzeugt hat, 
wurde von Kurt die neuste medizinische Errungenschaft, 
die "Kopf-Transplantation", zur Sprache gebracht.
Hier ist aber deutlich zu erkennen:
Dies ist keine Kopftransplantation, sondern eine Rosenimplantation, 
eine häufig durchgeführte Schönheitsoperation.
Reben und Rosen:
Es hat eine lange Tradition, 
dass am Ende einer Reihe von Weinreben Rosenstöcke gepflanzt werden. 
Der Grund: Rosen sind anfälliger als Weinreben für Pflanzenkrankheiten wie Mehltau. 
Sie sind damit sozusagen ein Frühwarnsystem für den Weinberg, 
denn zeigt sich eine Krankheit am Rosenstock, 
kann noch rechtzeitig Hilfe für die Weinreben kommen. 
Ein weiterer Grund ist der, dass Rosenstöcke Unterschlupf für Nützlinge bieten.
Quelle: Rosen und Weinreben - die perfekte Kombination 


Ein schöner, teilweise neuer Weg 
ermöglicht die Querung des Dysenbach Tobels .....

........ hinüber nach Hagnau, wo wir gegen 12 Uhr ankommen.

Im Innern der "Sankt-Johann-Babtist"-Kiche von Hagnau .....

....... und davor, wo wir Mittagsrast machen.

Hagnau



Nach den Reben durchqueren wir nun grosse Obstgärten.

Das Schloss Kirchberg:
....... ist eine Anlage auf dem Gemeindegebiet von Immenstaad am Bodensee. 
Das Anwesen diente den größten Teil seiner Geschichte dem Kloster Salem als Gutshof und dessen Äbten als Nebenwohnsitz. (......) Während des Zweiten Weltkriegs waren in den Gebäuden zeitweise Abteilungen des Flugzeugbauers Dornier untergebracht. Nach Kriegsende waren etwa 50 deutsche und 40 italienische Diplomaten von den französischen Besatzungstruppen im Schloss Kirchberg interniert, die der Beteiligung an Kriegsverbrechen verdächtig waren, wie Konstantin von Neurath, Reichsaußenminister von 1932 bis 1938. Später richtete die Schule Schloss Salem in Kirchberg eine Zweigstelle ein. Danach kehrte Dornier nochmals zurück. 1995 verkaufte das Haus Baden Schloss Kirchberg. Nach einer umfassenden Sanierung um das Jahr 2000 befinden sich in den Gebäuden heute Eigentumswohnungen.
Quelle: Wikipedia





Auf dem Aussichtspunkt ......

....... Hohberg, 454 m.ü.M.

Bei klarer Sicht 
präsentiert sich auf dem Hohberg / Hochberg fast die ganze Alpenkette. 
Hier auf der Panoramatafel ist in der Bildmitte der Säntis abgebildet.
Das Peakfinder-Panorama von diesem Standort: L I N K

Blick nach Osten auf Immenstaad.



Ein weiteres Schloss wird angekündigt: 
Schloss Hersberg



Streifzug durch das Gartenareal ....
..... von Schloss Hersberg (im Bild die Seeseite):
Schloss Hersberg war eine repräsentative Klosteraußenstelle der Reichsabtei Ochsenhausen 
und danach ein fürstlicher Gutshof auf der Gemarkung 
der Gemeinde Immenstaad am Bodensee. 
Das Gebäude wird heute als Bildungseinrichtung der Pallottiner-Gemeinschaft genutzt. 
Quelle: Wikipedia



Auf dem (hier vermutlich velofreien) Uferweg 
gehen wir zurück Richtung Hagnau.



Ein Schiff wird kommen!

Holzsteg ......

....... über den Mühlbach.

Schloss Kirchberg (hier nun die Seeseite).

Auch hier ist das dichtbewachsene Ufer ......
....... von Zeit zu Zeit durch Lücken bis hinunter ans Wasser zugänglich.



Gegen 15 Uhr kommt der Kirchturm von Hagnau wieder ins Blickfeld.



Uferanlage in Hagnau .....

...... mit einer Erinnerungstafel ....

...... an die "Seegfrörne 1963":
Vor 52 Jahren, im Februar 1963, 
verwandelte sich der gesamte Bodensee in eine Eisfläche. 
Für vier Wochen verschwanden die Grenzen zwischen Wasser und Land, 
die Landschaft veränderte sich auf spektakuläre Art. 
 Bodenseeanrainer und neugierige Winter-Touristen überquerten den See zu Fuß, 
auf Schlittschuhen, mit Motorrädern, Autos und selbstgebauten Eisseglern. 
Die Statue des Hl. Johannes 
wurde in feierlicher Prozession von Hagnau nach Münsterlingen getragen – 
wo er seither auf die nächste Seegfrörne wartet.
Quelle: http://www.zeppelin-museum.de/2065.html

Die letzte "Seegfrörni" liegt über 50 Jahre zurück, 
so müssen wir die 6 km bis nach Altnau 
schwimmend oder mit dem Schiff zurücklegen. 
Heute, an einem Mittwoch, 
fährt um 15:40 Uhr ein Schiff von Hagnau direkt hinüber nach Altnau.



Schiffanlegestelle Hagnau

Hagnau

Das Luftschiff gleitet im Tiefflug vorbei.

Kurz hintereinander legen zwei Schiffe an: 
Das grosse, hier bereits wieder wegschwimmende deutsche Motorschiff 
fährt Richtung Immenstaad - Friedrichshafen und weiter bis Bregenz. 
Das ankommende kleine Schweizer Schiff (links), ......

.... die "MS Rhyspitz" fährt .....

...... mit uns hinüber nach Altnau.



Ankunft in Altnau ......

..... mit dem endlos langen neuen Schiffsteg:
Die Altnauer selbst bezeichnen Ihren 250 Meter langen Steg als Eiffelturm am Bodensee 
und sind sehr stolz auf ihr Vorzeigeobjekt.

Quelle: http://www.wanderland.ch/de/services/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeit-0147.html



Altnau / Ruederbomm, 398m:
Für den Fussweg vom Schiffsteg bis zum nahen Bahnhof 
braucht man 5-10 Minuten, zum Dorf Altnau 25 Minuten.



Allen herzlichen Dank
für die Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. Zum Glück ist Marthas Kopf dank der Rosenkur wieder festsitzend drauf!! Wo wären wir sonst nur gelandet:"Hinter Gittern oder doch in dieser psychologisch gestützten Ferienanlage unterwegs? Eine Psychoanlayse wäre uns an beiden Orten beschieden gewesen!" Mit Schmunzeln grüsst euch der Mitwandervogel Sylvia
    PS. Spass hat es gemacht mit euch unterwegs zu sein gestern!!!

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  2. Hallo Beat herzlichen Dank für die Organisation und den Rückblick dieser tollen Wanderung. Da bin ich aber froh, dass es 'nur' eine Rosentransplantation gewesen ist und ich meinen Kopf behalten darf... Gruss Martha

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