Dienstag, 10. März 2015

Von Freiburg nach Düdingen mit Überquerung der neuen Poya-Brücke

Heute Dienstag bin ich zusammen mit Barbara nach Freiburg (Fribourg) gefahren. Dort haben wir mehrere Brücken überquert, dabei auch die imposante neue Poya-Brücke (Pont de la Poya). Anschliessend sind wir bis nach Düdingen weiter gewandert. 

Die Freiburger Poya-Brücke über die Saane ist vor fünf Monaten eröffnet worden 
und mit 196 Metern Spannweite im mittleren Brückenabschnitt 
die längste Schrägseilbrücke der Schweiz.

ROUTE:
Bahnhof Freiburg / Fribourg, 629m -
Treppen-Abstieg entlang der Funiculaire in die Unterstadt -
Pont de St-Jean, ca. 540m - Pont du Milieu - Pont de Berne -
Unterquerung der Zähringerbrücke / Pont de Zaehringen -
Passerelle des Neigles -
Ponte de la Poya, ca. 600m -
Uebewil, 654m - Kastels, 661m - Balliswil, 614m -
Bahnbrücke Grandfey, 601m - Magdalena Einsiedelei, 575m -
Ottisberg, 582m - Düdingen St. Johann, 618m -
Düdingen Bahnhof, 596m
 
Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:

Poya-Brücke / Pont de la Poya in Freiburg / Fribourg

Aufgezeichnete Route zwischen Fribourg und Düdingen.
Streckenlänge ca. 16 km; 350 m auf- und abwärts.
Um 10 Uhr beginnen wir die Wanderung 
beim Bahnhof Freibug / Fribourg, 
eine Stunde später überqueren wir die Poyabrücke 
und um 14:30 Uhr treffen wir in Düdingen ein. 
(swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Wanderroute im Bereich der neuen Poya-Brücke.
(Auf der Karte sind neue Zufahrtsstrassen und Brücke noch nicht eingetragen.)
 Im Bereich der Strassengalerie (beim Brückenende links) 
habe ich die fehlerhafte GPS-Aufzeichnung korrigiert.
Blick über die schöne Stadt Freiburg während dem Abstieg in die Unterstadt. 
Rechts hinten ist die Bogenbrücke "Pont du Gottéron" zu erkennen. 
Darunter liegt der Zugang in die Gotteronschlucht / Galterenschlucht.
Die Galterenschlucht haben wir vor zwei Jahren durchquert.
Siehe Blogbeitrag vom 13.04.13:
Galterenschlucht und Jakobsweg zwischen Fribourg und Schwarzenburg



Neben unserer Abstiegstreppe ist die altehrwürdige Funiculaire in Betrieb:
Die Standseilbahn wurde 1899 in Betrieb genommen 
und verbindet das Stadtzentrum mit der Unterstadt.
Das "Funiculaire" von Freiburg wurde ins Inventar der nationalen Kulturgüter aufgenommen. 
Es ist eine der letzten Standseilbahnen in ganz Europa, 
welche mit dem Abwasser der Stadt betrieben wird 
und welche dieses als Antriebsballast nutzt.
Quelle: http://www.fribourgtourisme.ch/de/Funiculaire-Fribourg.html



Die Kathedrale St. Nikolaus von Freiburg.

Auf der Pont de Saint-Jean 
überqueren wir ein erstes Mal die Saane / La Sarine.

Auf der Pont de Berne erfolgt unsere dritte Saane-Überquerung.

Die Zähringerbrücke (Pont de Zaehringen) 
unterqueren wir entlang dem rechten Flussufer. 
Gleichzeitig mit der Eröffnung der neuen Poyabrücke im vergangenen Oktober 
ist die Zähringerbrücke für den PW-Verkehr gesperrt worden.

Und hier kommt sie ins Blickfeld: 
Die 851 Meter lange neue Poyabrücke.
Das Projekt für die Poyabrücke, das den Wettbewerb gewonnen hat, ist im mittleren Teil als Schrägseilbrücke konzipiert und wurde bewusst in einer zeitgenössischen Architektur entworfen, in Anlehnung an die lange Hängebrücken-Tradition der Stadt Freiburg. (......) 
Die Poyabrücke mit einer Spannweite von 196 Metern im mittleren Brückenabschnitt – was einen Schweizer Rekord bedeuten wird – besteht aus drei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr; zwei Spuren in Richtung Schönberg und eine in Richtung Murtenstrasse. 
Auf der Stadtseite der Brücke ist eine 3,5 Meter breite Spur für Fussgänger und Fahrradfahrer reserviert. Diese Spur führt nicht in die Untertagebauwerke,
sondern mündet in den Palatinat-Weg. (.......)
Die gesamte Länge des Bauwerks 
mit Brücke, Tunnel und Strassenausbau beträgt 2770 Meter.
Quelle: http://www.fr.ch/poya/de/pub/die_bruecke.htm

Zoomblick auf die Abspann-Anker für die Schrägseile.

Bevor wir zur neuen Brücke gelangen können, 
gilt es die Saane nochmals zu überqueren, .......

....... über die Passerelle des Neigles.
Unsere Wanderroute 
bietet immer wieder neue Ausblicke ........
........ auf das eindrucksvolle Bauwerk der Pont de la Poya.

Für Fussgänger und Velofahrer 
erfolgt der nordwestliche Zugang zur Brücke hier über den Palatinat-Weg.
Der motorisierte Verkehr 
wird von der Murtenstrasse her durch einen Tunnel zur Brücke geführt.




POYA
(Benannt nach dem nahe gelegenen "Château de la Poya")

Grosszügige 3.5 Brückenmeter 
sind für Fussgänger und Velos reserviert, 
sicher abgetrennt von der Autospur.

Blick zurück Richtung Tunnelportal auf der nordwestlichen Brückenseite.
Kleine seitliche Durchgucköffnungen im hohen Geländer 
ermöglichen den Blick auf die Umgebung.


Der nahe Anblick der gewaltigen Abspann-Anker ist eindrucksvoll. 

PONT POYA BRÜCKE

Baubeginn: 31.10.2008
Einweihung: 10.10.2014

Baukosten: 211 Millionen Franken 
(Geplant waren im Abstimmungs-Jahr 2006: 120 Millionen Franken)




Blick von Schönberg her, am südöstlichen Brückenende, 
zurück auf die überquerte Poyabrücke.


Uebewil, 654m:
Wir wählen den Weg Richtung Düdingen
und queren hier den Jakobsweg.




Bequemes Wandern über weites und offenes Freiburger Land. 
Der Jura (vorne) und die Alpenkette 
sind im Dunst nur undeutlich zu erkennen.

Wiederholt führt der Weg 
durch solch schöne Baumalleen.
Balliswil mit Schloss und Kapelle.

Balliswil, 614m


Blick zurück auf Balliswil.



Mittagsrast unter hohen Allee-Bäumen.
Dichterwerdende Schleierwolken überziehen am Nachmittag den Himmel.



Wir unterqueren den doppelstöckigen Grandfey-Bahnviadukt.
 Oben verkehren in kurzen Abständen die Eisenbahnzüge 
zwischen Bern und Fribourg. 
Hier, in der unteren Etage, verlaufen Velo- und Wanderweg 
über die zum Schiffenensee aufgestaute Saane.

Grandfey Bahnbrücke, 601m




Blick zurück auf die Brücke über den "Röstigraben".

Autobahnbrücke

Am Schiffenensee / Lac de Schiffenen.



Unterquerung der Autobahn .....

...... hinüber zur Magdalena Einsiedelei, 575m.



Die Magdalena Einsiedelei bei Räsch / Düdingen
ist zwischen April und Oktober öffentlich zugänglich.



Auswahl zwischen zwei Wegen nach Düdingen: 
3.5 km oder 40'073.1 km


Steil fällt die Uferböschung seitlich ab zum Schiffenensee im Saanegraben.





Dem Horiabach entlang (via St. Johann
gelangen wir vom Schiffenensee her hinauf nach Düdingen.



Wenn im Freiburgerland die Spaghetti-Bäume ausschlagen, 
dauert es nicht mehr lange bis zum 1. April.

Düdingen Bahnhof, 596m

Herzlichen Dank
an Barbara für die Begleitung
auf dieser abwechslungsreichen Wanderroute.
Beat

INFOS zur Poya-Brücke:
- fr.ch / Bilder und Videos: http://www.fr.ch/poya/de/pub/index.cfm
- SRF-Video (Tagesschau / 10.10.14): Neues Wahrzeichen von Freiburg
- Flyer "Besichtigung zu Fuss": http://www.fribourgtourisme.ch/de/Pont-poya.html

Kommentare:

  1. Danke für diese kurzweilige und interessante Wanderung und den schönen Blog mit den vielen Zusatz-Infos! Barbara

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  2. Super schöner Blog, wir haben laut gelacht wegen den Spaghetti-Bäumen!
    Ruedi

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