Mittwoch, 9. September 2015

Stauberen - Zwinglipass - Wildhaus (Alpstein-Wanderung)

Heute Mittwoch (09.09.15) war ich zusammen mit Britta und Hans im Alpstein unterwegs. Von Frümsen im St. Galler Rheintal sind wir mit dem Staubern-Bähnli zur Stauberen (Staubern) unter der Staubernkanzel hochgefahren. Unsere Wanderung führte zur Saxerlücke, den Kreuzbergen entlang hinauf zum Mutschensattel, hinüber zum Zwinglipass (Chreialppass) mit der Zwinglipasshütte und anschliessend über die Teselalp und durch das Flürentobel hinunter nach Wildhaus. 
ROUTE:
Staubern, 1750m -
Saxerlücke, 1649m - Roslenalp, 1767m -
Mutschensattel, 2069m - P. 2098 - P. 2126 -
Zwinglipass, 2011m (Chreialppass) -
Zwinglipasshütte, 2000m -
Chreialp, 1817m - Tesel, 1435m (Teselalp) -
P. 1389m - Flürentobel, 1250m -
Wildhaus, 1093m

Weitere Bilder im Picasa-Webalbum:
Alpstein / 09.09.15
 (Die untersten 26 Bilder im Picasa sind von Britta)

Vor fünf Jahren sind wir die gleiche Route gewandert.
Siehe FF-Blog-Beitrag:



Route zwischen Stauberen und Wildhaus im Alpstein (SG / AI)
-> Bergfahrt von Frümsen zur Stauberen mit der Luftseilbahn
 (swisstopo mit map.schweizmobil.ch)

Streckenlänge ca. 14 km, 700m aufwärts, 1350 m abwärts
In der 6-er-Kabine der Luftseilbahn Frümsen-Staubern 
überwinden wir 1250 Höhenmeter. 
(Die Bergfahrt kostet Fr. 15.-) 
An schönen Wochenendtagen ist hier mit längeren Wartezeiten zu rechnen. 
Am jenem prächtigen Sonntag vor fünf Jahren 
mussten wir über eine Stunde in der Warteschlange stehen.

Tiefblick nach Frümsen im St. Galler Rheintal.


Auf der Terrasse beim Gasthaus Staubern
zu welchem die Seilbahn gehört, trinken wir ein Startkaffee.  
(Bild von Hans geknipst)

Helikopter-Video aus der Reihe "Alpstein von oben":
- Berggasthaus Staubern

Hinter dem Gasthaus Staubern 
ragt die Staubernkanzel (Stauberenchanzel) 115 Meter hoch in den Himmel. 
Wie bereits vor fünf Jahren hängt 80 Meter weit oben .......

........ der legendäre gelbe Staubern-Briefkasten an der Felswand.
  
Appenzeller Bergwirt setzt humorvolle Protestnote gegen Bern:
Die Post will den Briefkasten auf dem Appenzeller Berg 'Staubern' entfernen, 
da der Unterhalt des Kasten nicht mehr rentiert. 
Der Bergwirt widersetzt sich dieser Forderung. 
Er hat den Briefkasten kurzerhand an eine Felswand in luftiger Höhe gehängt.
 Unerreichbar für den Beamten der Post, der den Briefkasten abmontieren soll.
 Quelle: Audio-Beitrag von Radio SRF 1 / Regionaljoural Ostschweiz / 01.09.09

Staubern, 1750m:
Um 09:45 Uhr beginnen wir die Wanderung Richtung Saxerlücke, 
um 12:15 Uhr sind wir auf dem Mutschensattel, um 13:20 Uhr bei der Zwinglipasshütte.
Gegen 15:45 Uhr erreichen wir Wildhaus.

Hoher Kasten

Helikopter-Video aus der Reihe "Alpstein von oben":
- Drehrestaurant Hoher Kasten

Wir lassen das Staubern-Gasthaus hinter uns zurück.

Blick Richtung Säntis-Gipfel, links unten liegt der Fählensee.

Neu montierte Seilsicherungen 
am Weg unter dem Furgglenfirst.


Die Sonne!

Wir wandern nicht, wie eigentlich vorgesehen, unter einem wolkenfreien Himmel:
Immer wieder ziehen aus dem Rheintal 
(und später aus dem Toggenburg) 
NebelWolkenSchwaden heran.
(Bild von Britta)
Blick hinüber zur Ebenalp, wo an der Felswand (rechts) .......

....... Äscher (links) und Wildkirchli zu erkennen sind.

Helikopter-Videos aus der Reihe "Alpstein von oben":
- Berggasthaus Aescher-Wildkirchli
- Berggasthaus Ebenalp




Seit dem letzten Besuch in dieser Gegend (vor fünf Jahren)
ist der "Geologische Wanderweg" mit schönen neuen Infotafeln ausgestattet worden.
Auf dieser Tafel wird der "Sax-Schwende-Bruch" erklärt: 
Der Ostteil des Alpsteins hat sich hier abgesenkt 
und wurde rund 800 Meter nach Norden verschoben. 
Dadurch wurde der Fählensee aufgestaut.

Info-Boschüre: L I N K

Links hinten zeigt sich, kurz nur, der Säntis-Gipfel.
Kurz darauf verschwindet er für den Rest unserer Wanderung in den Wolken.

Hüser

Tiefblick ins Rheintal, 
von wo Wolken und Nebelschwaden zu uns heraufgeblasen werden.

Hüser / Hochhus

 Die Bollenwees am Fählensee.

Helikopter-Video aus der Reihe "Alpstein von oben":
- Berggasthaus Bollenwees





Die drei Felswände der "Dreifaltigkeit", darüber die Marwees.

Infotafel "Kreuzberge"
(die Kreuzberge selber sind gerade eingenebelt).





Oben die Bogartenlücke 
im Sax-Schwende-Bruch.
Tiefblick zur Saxerlücke, ......

....... wohin wir nun auf einem ZickZackWeg absteigen.


Kreuzberge und Wolken treiben ein Versteckspiel.  
(Bild von Britta)

(Bild von Britta)
Saxerlücke, 1649m:
1:15 Std. zurück bis zur Staubern / 3:45 Std. bis Wildhaus.

Entlang der Kreuzberge, .......

....... am Steilhang unter dem Roslen (Saxer) First,
steigen wir von der Saxerlücke über die Roslenalp zum Mutschensattel hinauf.

Blick zurück zum Furgglenfirst mit Hüser und Hochhus.
Zwischenhalt auf der Roslenalp, 
bereits verlassen von Mensch & Tier.
Roslenalp, 1767 m.ü.M.
Eine Schafalp in den Schweizer Bergen: Die Roslenalp

Vor uns liegen der Mutschen (in Bildmitte) 
und rechts davon der Mutschensattel, unser nächstes Zwischenziel.



Drei Felsenlöcher ("Sonnenlöcher") 
können wir oben in den Felsen der Kreuzberge erkennen.









Der Mutschensattel liegt voll im Nebel. 
Immerhin ersetzt ein Blumenmeer aus Eisenhut das fehlende Himmelsblau.



Zwei Alpenschneehühner
kurz vor dem Wechsel in ein weisses Winterkleid.

Ankunft auf dem Mutschensattel.

Mutschensattel, 2069m:
Wir wählen den Weg via Zwinglipass und zweigen erst dort Richtung Wildhaus ab.
Hier sind wir annähernd auf dem höchsten Wegpunkt der heutigen Wanderroute. 
Das anschliessende Karstgebiet
Chreialpfirst / P. 2098 / P. 2126 / P. 2098
liegt nur noch wenig höher.

Weil Hedi nicht mitkommen konnte, 
wird sie von Hans mit übermittelten Nebelbildern "getröstet".

Wir durchqueren das Karstgebiet auf dem Chreialpfirst.

Wolkenlücken sorgen immer wieder .....
....... für zauberhafte Durchblicke.
(Bild von Britta)
(Bild von Britta)

(Bild von Britta)

Ein Weg zum Rotsteinpass 
(d.h. Richtung Säntis-Gipfel) 
führt ebenfalls hier durch.




Wilde Karstlandschaft

Zwinglipass, 2011m:
Er liegt exakt auf der Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Appenzell Innerrhoden. 
Darum trägt dieser Übergang zwei Bezeichnungen: 
Zwinglipass (SG) / Chreialppass (AI).

Auf der Wanderung vor fünf Jahren haben wir diese Wegstelle verpasst. 
Wir sind damals direkt zur Zwinglipasshütte gelangt.

Zwinglipasshütte, 2000m:
2:45 Std. über den Rotsteinpass zum Säntis.
Ankunft bei der Zwinglipasshütte, ......

...... einer Club-Hütte der SAC-Sektion Toggenburg.
 (Von Mitte August bis Ende September nur von Freitag bis Sonntag bewartet.)

Mittagsrast

Zwischendurch, jeweils ganz kurz nur, 
geben die Wolken freundlicherweise den Blick frei auf den Altmann.

Die Chreialp ......
........ am Abstieg Richtung Wildhaus.
Bei wolken- und nebelfreien Verhältnissen, wie damals vor fünf Jahren,
hätten wir hier den Blick frei auf den Moor (links)
und die Felspyramide des Girenspitz ("Toblerone"),
welche vor dem Wildhuser Schofberg stehen. 
(Bild von Britta aus dem Jahr 2011)



Der Weg zwischen der Chreialp und der Teselalp wird gegenwärtig saniert. 
Würden wir einen Tag später hier durchgehen wollen, hätten wir Pech:
Am Donnerstag (10.09.15) ist der Weg nämlich gesperrt, 
weil mit einem Heli Kies auf den Weg geschüttet wird.

Tesel / Teselalp



Kurz vor der Ankunft unten auf der Teselalp 
erleben wir ein Schauspiel der besonderen Art: ......

Rundherum sehen wir laufend Murmeltiere, so zahlreich und so nah, 
wie wir das noch auf keiner Wanderung erlebt haben.

SRF-Video / Netz Natur / 22.05.14
Murmeltiere: Zwerge mit Pfiff









(Bild von Britta)


So zutraulich waren die Munken allerdings nicht.

Alp Tesel
1433 m.ü.M.
Ortsgemeinde Gams


Hier zeigt Hans der Britta den WeissBlauWeissen Aufstiegsweg
auf welchem er kürzlich zum Wildhuser Schofberg aufgestiegen ist.

Für den Schlussabstieg .....

...... von der Teselalp hinunter nach Wildhaus 
wählen wir 
den steilen Weg durch das Flürentobel.
(Bild von Britta)
Flürentobel, 1250m

Wildhaus

Zoomblick hinüber zur Burgruine Wildenburg bei Wildhaus:
Die Wildenburg wurde um 1200 von den Freiherren von Sax erbaut. 
1313 wurde sie an Graf Friedrich IV. von Toggenburg verkauft, 
1439 kam sie durch Erbschaft an die Herren von Raron. 
1468 wurde sie an das Kloster St. Gallen verkauft. 
Kurz nach 1660 wurde die Wildenburg von einem Blitzschlag getroffen und brannte aus. (.....)
Im Januar 2011 wurde mit der Sanierung der vollkommen überwachsenen 
und vom Zerfall bedrohten Ruinen der Wildenburg begonnen. 
Rund 80 Kubikmeter, 60 Tonnen Holz, wurden gefällt 
und mit Helikoptern weggeflogen und verkauft. 
Das Defizit trägt die Stiftung eines Feriengastes aus Zürich. 
Seither werden die Mauern gesichert und restauriert. (......) 
Unter der Burg liegt ein während des Zweiten Weltkriegs erbauter 
 rund 100 Meter langer Bunker.
Quelle: Wikipedia

Ankunft in Wildhaus

Herzlichen Dank
an Britta und Hans für die Begleitung.
Beat

Kommentare:

  1. vielä Dank Beat, s isch wieder toll gsi....super Föteli.....und wegem Nebu ond em schtarchä gwöch telefonier ech no am Bucheli.... :-):-):-)....lg hans

    AntwortenLöschen
  2. Lieber Beat, s isch wieder mehr als toll gsi...

    Dankeschön für diese wunderschöne Tour und Dankeschön an Hans für die wie immer coolen Sprüche. Liebs Grüessli an Hedi!

    Der Blog ist so herzig, man kann bei den Links (z. B. Berggasthaus Staubern) wieder mal jodeln üben und ich hoffe für alle, die nicht mitkommen konnten, Ihr könnt Euch den Film über die Murmeltiere von Anfang bis Ende anschauen, er ist wirklich sehenswert!!!

    Liebe Grüsse an alle. Bis bald.
    Britta

    AntwortenLöschen